Re-Zertifizierung
Laupersdorf will kinderfreundlich bleiben - mit Unicef-Label

Der Gemeinderat beschliesst die Re-Zertifizierung des Unicef-Labels «kinderfreundliche Gemeinde». Bereits seit 2012 trägt das Dorf diesen Titel.

Rudolf Schnyder
Drucken
Teilen
Laupersdorf will weiterhin das Unicef-Label «kinderfreundliche Gemeinde» tragen. Im Bild: Dorfschulhaus.

Laupersdorf will weiterhin das Unicef-Label «kinderfreundliche Gemeinde» tragen. Im Bild: Dorfschulhaus.

Rudolf Schnyder

2012 erhielt Laupersdorf als zweite Gemeinde der Schweiz das Unicef-Label «kinderfreundliche Gemeinde» (KFG). 2017 wurde Laupersdorf zum zweiten Mal zertifiziert. Der Gemeinderat befasste sich an der letzten Sitzung mit der erneuten Re-Zertifizierung für mindestens vier weitere Jahre.

«Mit dem Weiterführen des Labels soll in Laupersdorf die aktive Mitbestimmung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen weiterhin ermöglicht und ausgebaut werden. Dies ist für die Persönlichkeitsbildung der Kinder und Jugendlichen ein Gewinn und fördert insbesondere die Sensibilität für demokratische Abläufe»,

erklärte Gemeindepräsident Edgar Kupper.

Bisher bestand die Arbeitsgruppe aus ihm, dem Gemeindeverwalter und der Schulleiterin. Damit das Label noch mehr Wirkung entfalten kann, ist eine personelle Ausdehnung der Arbeitsgruppe nötig. Die Gruppe setzt sich künftig aus André Ackermann, Melanie Fluri, Christian Meister, Renate Schaad und Nicole Sesseli zusammen. Der erweiterten Arbeitsgruppe gehören zusätzlich der Gemeindepräsident Edgar Kupper, die Schulleiterin Jasmin Knopf und der Gemeindeverwalter Stefan Schaad an.

Das Projekt wird heuer mit 12 000 Franken unterstützt, finanziert mit Mitteln des Sparkontos vom Blauring Laupersdorf, das der Einwohnergemeinde Laupersdorf nach Auflösung des Vereins überreicht wurde. Für 2022 bis 2026 ist jährlich mit Kosten in der Höhe von rund 12'000 Franken zu rechnen.

Nun gibt es eine Standortbestimmung

Aktuelle Massnahmen sind die Feedback-Kultur, das Beratungs- und Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche, der Ferienpass, die Hausaufgabenhilfe, die familien- und schulergänzende Betreuung, die Gewaltprävention oder die Gestaltung des Pausenplatzes bei den Schulhäusern und der Umgebung der Schulanlagen. Zuletzt umgesetzt wurde die Neugestaltung der Umgebung des Schulhauses Linden, das innen umfassend renoviert wurde. Sie ist nun verkehrsfrei, es können auch keine Fahrzeuge mehr parkiert werden und für die Schülerinnen und Schüler wurden Sitzbänke aus Stein aufgestellt.

«Es wird nun eine Standortbestimmung mit Online-Fragebogen und Auswertung durch Unicef Schweiz durchgeführt, danach erfolgt eine gezielte Befragung von Kindern und Jugendlichen, dann wird im Winter ein neuer Aktionsplan ausgearbeitet und definiert und im Frühjahr 2022 ein Evaluationshalbtag veranstaltet», sagte Mona Meienberg, Fachverantwortliche von Unicef Schweiz, über das weitere Vorgehen. Die Kosten für die Standortbestimmung und die Evaluation und Zertifizierung betragen 5500 Franken.

Der Gemeinderat beschloss mit fünf (alle von der CVP) gegen zwei Stimmen (FDP/SVP) die Re-Zertifizierung des Unicef-Labels. Die Vertreter der FDP und SVP vertraten die Meinung, die Massnahmen bezüglich einer kinderfreundlichen Gemeinde liessen sich in Laupersdorf auch ohne Label und entsprechende Kosten erreichen.

Aktuelle Nachrichten