Jahresbilanz
Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt feiert ein erfolgreiches Geschäftsjahr

Die Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt erzielte mit 1,06 Mio. Franken einen um 16.4% höheren Jahresgewinn als im Vorjahr. Prägend im Geschäftsjahr waren die Fusion mit der Raiffeisenbank Niederbuchsiten und ein neues Betriebskonzept.

Christa Arnet
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Musikalischer Auftakt der GV im Bienkensaal: Zur Begrüssung der rund 400 Anwesenden spielte die Musikgesellschaft Oensingen ein Ständchen.

Musikalischer Auftakt der GV im Bienkensaal: Zur Begrüssung der rund 400 Anwesenden spielte die Musikgesellschaft Oensingen ein Ständchen.

Christa Arnet

Der Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Niederbuchsiten sei «eine Herausforderung und eine rundum gefreute Sache» gewesen, sagte Iwan von Rohr, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt am Samstag rückblickend auf die an der letztjährigen Generalversammlung beschlossenen Fusion.

Und die Massnahme zeigte bereits im ersten gemeinsamen Geschäftsjahr Wirkung, die Verantwortlichen konnten im Bienkensaal ein erfreuliches Ergebnis präsentieren.

Neues Betriebskonzept «7 bis 7»

Weiter informierte von Rohr die rund 400 Anwesenden über die zweite markante Veränderung, die Verwaltungsrat, Bankleitung und Mitarbeitende Ende 2013 beschäftigten: Das neue Betriebskonzept «7 bis 7» in den beiden kleinsten Geschäftsstellen Härkingen und Neuendorf.

Die Anpassung sei nötig geworden, weil die Bargeldversorgung nur mit verhältnismässig grossem Personalaufwand gewährleistet werden konnte. Da meist nur eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter am Bankschalter war, konnten auch kaum mehr Beratungsgespräche geführt werden – eine unbefriedigende Situation für die Raiffeisenbank wie auch für die Kundschaft, wie von Rohr ausführte.

So standen die Verantwortlichen letztlich vor der Entscheidung, die beiden Kleinstgeschäftsstellen zu schliessen oder ein neues System zu finden, um diese Standorte längerfristig offen zu halten.

Das Betriebskonzept «7 bis 7» trage den Kundenwünschen und den wirtschaftlichen Erfordernissen der Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt Rechnung, erklärte von Rohr, der Fokus liege bei der Beratungstätigkeit, die Bargeldversorgung bleibe gleichwohl sichergestellt.

Seit November letzten Jahres sind die beiden Geschäftsstellen alternierend an zwei Tagen geöffnet – Neuendorf dienstags und donnerstags, Härkingen mittwochs und freitags.

An diesen Tagen ist in der Regel jeweils ein Team von drei Mitarbeitenden vor Ort, die persönliche Beratungen durchgehend von 7 bis 19 Uhr anbieten und zu üblichen Öffnungszeiten Transaktionen am Schalter durchführen. Das neue Betriebskonzept könnte laut von Rohr Schule machen, «sofern es die Kosten erlauben und die Kunden das System auch nützen.»

Wachstum in wichtigen Positionen

2013 hat sich der Mitgliederbestand der Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt um 114 Personen auf 10 885 Mitglieder erhöht. «Bei rund 28 500 Einwohnerinnen und Einwohnern im Geschäftskreis (insgesamt 16 Gemeinden) entspricht dies einer beachtlichen Marktdurchdringung von 38 %», erklärte Bankleiter Andreas Furrer bei seinen Ausführungen zum Jahresergebnis.

Zufrieden ist er auch mit dem Geschäftsgang der sieben Geschäftsstellen, die wichtigsten Positionen in Bilanz und Erfolgsrechnung haben sich positiv entwickelt.

Beim Zinsengeschäft, wo die meisten Einnahmen generiert werden, stieg der Ertrag bei unveränderter Zinsmarge von 1,3 % dank Volumensteigerung bei den Hypotheken-Ausleihungen um 2,8 % auf rund 11 Mio. Franken an.

Demgegenüber verringerte sich der Geschäftsaufwand um 3,6 % auf 7,5 Mio. Franken. Der Jahresgewinn beläuft sich auf 1,06 Mio. Franken, um 16,4 % höher als im Vorjahr. Die Bilanzsumme von 849,2 Mio. Franken ist um 1,1 % angestiegen.

Die anwesenden Mitglieder genehmigten die Bilanz und die Erfolgsrechnung 2013 sowie die Verzinsung der Anteilsscheine mit 6 % einstimmig.

Ja zur Teilrevision der Statuten

Neue gesetzliche Bestimmungen bei den Eigenmitteln der Finanzinstitute würden eine Teilrevision der Statuten notwendig machen, erklärte Verwaltungsratspräsident von Rohr nach Furrers Präsentation der Jahresrechnung und erläuterte, was dies für die Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt bedeutet und welche Artikel der Statuten betroffen sind: Das Genossenschaftskapital der Raiffeisenbank muss unbefristet zur Verfügung stehen.

Neu können Anteilsscheine ohne Einhalten einer Sperrfrist zurückerstattet werden. Eine Rückzahlung kann aber auch verweigert werden. Es besteht kein Anspruch auf die Maximalverzinsung von 6 % des Genossenschaftsanteils, die Höhe der Zinsen (oder allenfalls der Verzicht darauf) wird auf Antrag des Verwaltungsrats von der Generalversammlung beschlossen.

Neu sind die Raiffeisen-Genossenschafter von der Nachschusspflicht befreit, da diese von Gesetzes wegen nicht mehr als Eigenmittel gilt. Damit besteht für die Mitglieder also keine Haftung mehr für allfällige Verpflichtungen der RB Gäu-Bipperamt. Die anwesenden Mitglieder stimmten der Teilrevision der Statuten mit lediglich einer Gegenstimme zu.

Magischer Schlusspunkt

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Generalversammlung ehrte von Rohr langjährige Mitglieder für ihre Treue. Allein in Oensingen sind fünf Mitglieder seit 50 Jahren und sieben Mitglieder seit 40 Jahren dabei, an den weiteren Raiffeisen-Abenden werden noch einige Jubilare dazustossen.

Wie üblich feierten die Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt das Jahresergebnis im zweiten Teil der Generalversammlung mit einem feinen Znacht und einem künstlerischen Rahmenprogramm. Dieses Mal sorgte das Zauberduo Junge Junge mit ihrer Zauberkunst für magische Momente.

An sechs weiteren Raiffeisen-Abenden orientiert die Raiffeisenbank Gäu-Bipperamt die Mitglieder an den einzelnen Standorten über den Geschäftsgang 2013: Am 14. März in Neuendorf und Niederbuchsiten, am 15. März in Egerkingen und Oberbuchsiten und am 21. März in Härkingen und Wiedlisbach.

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