Welschenrohr
Raiffeisenbank Dünnerntal ist bescheiden gewachsen, aber solide

Einmal mehr war es ein erfolgreiches Jahr für die Raiffeisenbank Dünnerntal. Der Bruttogewinn liegt 2013 mit 1,049 Millionen Franken erstmals über der Millionengrenze.

Anton Strähl
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Der Verwaltungsrat mit (v.l.) Bernhard Meister, Heinz Tschumi, Sonja Kamenzin, Rolf Distel, Cornelia Dippon Hänni (Präsidentin) und Roland Studer.

Der Verwaltungsrat mit (v.l.) Bernhard Meister, Heinz Tschumi, Sonja Kamenzin, Rolf Distel, Cornelia Dippon Hänni (Präsidentin) und Roland Studer.

Anton Strähl

340 Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie eine Anzahl Gäste konnte Verwaltungsratspräsidentin Cornelia Dippon Hänni zur Generalversammlung in Welschenrohr begrüssen.

In ihrem Bericht zum erfreulichen Geschäftsjahr 2013 betonte sie, dass sich die Raiffeisen Gruppe wie die Schweizer Wirtschaft gut entwickelt habe, gesund, stark und stabil sei. Der Mitgliederanteil nehme ständig zu. Allein im Geschäftskreis der Raiffeisenbank Dünnerntal seien zwei Drittel der Einwohner Mitglied der Bank.

Zahlt «nicht zu knapp» Steuern

Das Wachstum von Raiffeisenbanken sei nicht verwunderlich, geniesse doch keine andere Bank in der Schweiz ein so grosses Vertrauen wie sie. Zudem verarbeite keine andere Bank so grosse Volumen bezüglich Zahlungen oder Bancomat-Bezüge. Letzteres führe zusammen mit dem E-Banking auch bei der örtlichen Bank zu weniger Besuchen am Schalter. Eine richtige Entwicklung, wie die Verwaltungsratspräsidentin meinte.

Bruttogewinn zum ersten Mal über der Millionengrenze

Bankleiter Thomas Hunziker erläuterte die Jahresrechnung 2013 und die wichtigsten Eckpunkte. Es sei ein erfolgreiches Jahr gewesen. Die Bilanzstumme stieg um 1,3 Prozent auf 174,9 Mio. Franken. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 0,9 Prozent auf 159,2 Mio. Eine strenge Belehnungspraxis und vermehrte Amortisationen der Kreditschulden hätten ein bescheidenes Wachstum ergeben, das jedoch dem Wachstum in der Region entspreche. Erstaunlich, dass auf diesen Ausleihungen nur 0,15 Prozent der Ausleihungen für Wertberichtigungen benötigt werden. Einen Rückgang um ein Prozent mussten die Kundengelder hinnehmen. Die Refinanzierungslücke musste daher mit der Aufnahme von Pfandbriefdarlehen geschlossen werden. Erfreulich präsentiert sich der Betriebsertrag von 2,625 Mio. Franken sowie der Bruttogewinn, der mit 1,049 Mio. erstmals die Millionengrenze überschritt. Daher konnte auch der Geschäftsaufwand nochmals leicht auf 1,580 Mio. Franken gesenkt werden. 670 000 Franken konnten den Reserven zugewiesen werden. 228 000 Franken wurden für Steuern aufgewendet. Vom Jahresgewinn von 165 710 Franken gehen 137 900 in die gesetzlichen Reserven, 27 800 Franken werden für die Verzinsung des Genossenschaftskapitals verwendet. Dank anrechenbaren Eigenmitteln von 14,14 Mio. Franken kann die Bank die strengeren Eigenmittel-Vorschriften erfüllen. Die 2316 Mitglieder entsprechen 75 Prozent der Einwohner des Geschäftskreises. (asw)

Trotzdem sei es der Bank wichtig, in Kontakt mit ihren Kunden zu bleiben. Für Beratungsgespräche könne man sich jederzeit an die Bank wenden. Cornelia Dippon wies im Weiteren darauf hin, dass die Bank auch Steuern zahle, und das nicht zu knapp, und zu den KMU im Thal gehöre.

Vielseitiges Sponsoring

Die Verwaltungsratspräsidentin verwies auf das vielfältige Sponsoring bei Anlässen und für die Vereine. So werde die Bank in diesem Jahr 1000 Franken an das neue Mühlerad von Ueli Weissmüller spenden. Ein umfangreiches Sponsoring, zusammen mit den beiden anderen Thaler Raiffeisenbanken, betreffe den Naturpark Thal. Auch dieses Jahr führe Raiffeisen die Aktion «reisen zum halben Preis» durch, welche die Ostschweiz zum Ziel habe.

Bankleiter Thomas Hunziker gratulierte Corinne Schaad, Leiterin Kundenberatung, zum Weiterbildungserfolg in «Banking & Finance Essentials» sowie zum Kreditberatungslehrgang. Zu einer erfolgreichen Weiterbildung konnte er auch Céline Müller, Kundenberaterin, beglückwünschen, die das Handelsdiplom VHS mit der besten Diplomarbeit und dem höchsten Notenschnitt der Klasse abschloss.

Für Dienstjubiläen wurden geehrt: Andrea Schaad (5 Jahre), Monika Studer (10 Jahre) und Anna Speiser (15 Jahre). Im August wird Andrea Dedic aus Balsthal eine dreijährige Lehre zur Kauffrau beginnen. Zudem bietet die Bank ab August eine zweite Lehrstelle an.

Die Jahresrechnung wurde einstimmig angenommen. Den Verwaltungsrat bilden unverändert Cornelia Dippon Hänni (Präsidentin), Rolf Distel, Sonja Kamenzin, Bernhard Meister, Roland Studer und Heinz Tschumi. Diskussionslos wurden auch zwei Statutenänderungen zur Anrechenbarkeit des Genossenschaftskapitals als Eigenmittel und zur Aufhebung der Nachschusspflicht beschlossen.