Laupersdorf
Quecksilberdampf-Lampen sollen auf LED umgerüstet werden

In Laupersdorf sollen die 57 Quecksilberdampf-Strassenlampen umgerüstet werden. Der Gemeinderat klärt nun ab, in welchem Jahr dies realisiert werden könnte.

Rudolf Schnyder
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Alte Strassenbeleuchtung in Laupersdorf.

Alte Strassenbeleuchtung in Laupersdorf.

HR Aeschbacher

«Verschiedene Gründe haben die Werkkommission bewogen, ein Konzept für die Umrüstung der Strassenbeleuchtung in Auftrag zu geben», erklärte Adrian Schaad, CVP-Gemeinderat und Präsident der Werkkommission. Seit April 2015 dürfen keine neuen Quecksilberdampf-Lampen mehr produziert werden und nur noch Restbestände verkauft werden.

In Laupersdorf sind heute 57 derartige Lampen von insgesamt 290 Stück in Betrieb. Für die Leuchtmittel der Strasse im Unter- und Oberdorf sind keine Ersatzteile mehr erhältlich. Dieser Leuchten-Typ muss ersetzt werden. Im Jahr 2016 wird vom Bundesamt für Energie ein Förderprogramm «effeSTRADA» durchgeführt und Laupersdorf könnte maximal 16'100 Franken an Förderbeiträgen beantragen.

Die Werkkommission möchte die bestehende Beleuchtung mit LED-Leuchten ersetzen. «Mit der neuen LED-Technik ist der Betrieb und Unterhalt kostengünstiger und man könnte die Leistung stufenweise absenken. Sämtliche LED-Strassenlampen würden wieder durchgehend leuchten, die Nachtabschaltung jeder zweiten Lampe würde aufgehoben. Vorgesehen ist, dass die LED-Leuchten neu zwischen 22.30 Uhr und 0.30 Uhr auf 70 Prozent und zwischen 0.30 Uhr und 5 Uhr auf 40 Prozent abgesenkt würden», berichtete Adrian Schaad. Das elektrotechnische Büro Gobet ETB Deitingen wurde von der Werkkommission mit der Erarbeitung eines Konzeptes beauftragt und hat vier Ausführungs-Varianten ausgearbeitet.

Einmaliger Total-Ersatz wirtschaftlichste Lösung

Langfristig die wirtschaftlichste Lösung wäre die Variante Total-Ersatz. Hier wäre mit Investitionskosten von 280'000 Franken und mit Gesamtkosten für die nächsten 20 Jahre von 640'000 Franken zu rechnen. Ein Ersatz in Etappen wäre mit höheren Kosten verbunden. Die Variante Ersatz der Beleuchtung in vier Etappen hätte Investitionskosten von 294'000 Franken und Gesamtkosten für die nächsten 20 Jahre von 692'000 Franken und die Variante Ersatz der Beleuchtung in sechs Etappen Investitionskosten von 294'000 Franken und Gesamtkosten für die nächsten 20 Jahre von 724'000 Franken zur Folge.

Würde man die Strassenbeleuchtung von Jahr zu Jahr laufend ersetzen, käme man auf Gesamtkosten von 895'000 Franken. Der Gemeinderat klärt nun ab, in welchem Jahr oder in welchen Jahren die Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED-Lampen finanziell am besten Platz fände.

Ja zu «Generationenprojekt Thal»

Projektleiter Patrick Bussmann, Leiter nachhaltige Entwicklung des Vereins Region Thal, stellte dem Gemeinderat das «Generationenprojekt Thal» näher vor. «Die Ausgangslage ist die demografische Entwicklung. Es gibt immer mehr ältere Menschen, bis 2030 beträgt der Anteil der über 65-Jährigen im Kanton Solothurn 26 Prozent (heute sind es rund 17 Prozent). Im Bezirk Thal werden im Jahr 2030 über 1250 über 80-jährige Personen leben, im Jahr 2010 waren es 734 Personen», erklärte Bussmann.

Das Vorhaben «Generationenprojekt» ist ein Projekt des Programms «Periurban-Zusammenleben im ländlichen Raum», welches von der eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen lanciert wurde. Es sind in einer ersten Phase folgende Massnahmen vorgesehen: Situationsanalyse der demografischen Entwicklung, mögliche Massnahmen wie beispielsweise gute Quartier- und Ortsentwicklung für alle Generationen, Möglichkeit zum Einkaufen, medizinische Dienste, Nachbarschaftshilfe, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, die Netzwerke «Alter» und «Jugend» ausbauen und pflegen sowie das Netzwerk «Familien/Generationen» aufbauen. «Die erwarteten Ergebnisse sind, dass der Handlungsbedarf und die Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden und die Umsetzung gewährleistet ist», blickte Patrick Bussmann in die Zukunft.

Man möchte bestehende Angebote im Thal besser koordinieren und effizient auslasten und auch das aktive Zusammenleben der unterschiedlichen Altersklassen, Zugezogenen und Migranten fördern.«Der Verein Region Thal möchte für dieses Projekt eine neue Stelle schaffen und eine Person anstellen», so Bussmann.

Das Projekt wird von Bund und Kanton mitfinanziert, wenn die Gemeinden mitmachen. Das ganze Vorhaben kostet 620'000 Franken und die Thaler Gemeinden haben daran innert fünf Jahren 62 500 Franken zu leisten, was pro Jahr 12 500 Franken ausmacht. Beat Künzli (SVP) befürchtet, dass mit dem Generationenprojekt ein weiterer, riesiger Papiertiger entsteht und real wenig umgesetzt werden kann.

Trotz dieser Bedenken stimmte der Gemeinderat Laupersdorf dem Generationenprojekt mit 4 gegen 1 Stimmen grundsätzlich zu. Einstimmig beschloss danach der Gemeinderat auf Antrag von Adrian Schaad (CVP), den Beitrag für den Projekttopf Verein Region Thal von bisher 1.50 Franken um einen Franken auf neu 2.50 Franken pro Person und Jahr, befristet auf fünf Jahre, zu erhöhen. Weiterhin bezahlt die Gemeinde Laupersdorf für den Verein Region Thal 3.80 Franken pro Person und Jahr und an den Naturpark Thal 5 Franken pro Person und Jahr.

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