Thal

Prozessionen am Fronleichnamstag sind weniger und kleiner geworden

Ministrantinnen und Ministranten sowie Blumen streuende Kinder gehen in Aedermannsdorf dem Priester mit der Monstranz unter dem Baldachin voraus.

Ministrantinnen und Ministranten sowie Blumen streuende Kinder gehen in Aedermannsdorf dem Priester mit der Monstranz unter dem Baldachin voraus.

Vielerorts verzichtet man auf einen Gang durchs Dorf und bleibt in der Kirche. In einigen Gemeinden finden die Prozessionen zum Fronleichnamstag aber noch statt. Meist sind sie jedoch bedeutend kleiner als früher.

Kleiner sind sie geworden, die Prozessionen an Fronleichnam. Aber vielerorts finden sie eben doch noch statt. Katholiken nehmen sich die Zeit, um gemächlichen Schrittes den Priester durch die Strassen zu begleiten, der eine Monstranz mit einer konsekrierten Hostie bzw. den Leib des Herrn trägt.

Vereinzelt lässt sich sogar die Tradition aufrechterhalten, dass die Musikgesellschaft voranschreitet und einen würdevoll klingenden Prozessionsmarsch spielt, so wie zum Beispiel in Aedermannsdorf.

Verändert hat sich einiges am Erscheinungsbild. Früher schritt der Priester mit der Monstranz auf einem Grünstreifen, man hatte extra frisches Gras ausgelegt und darauf Blumen gestreut. Blumenblätter werden noch gestreut, aber das Gras bleibt weg. Und die Mannen, die den Baldachin über die Monstranz hielten, tragen heute T-Shirt und kurze Hosen, früher dunkler Anzug und Krawatte.

Vielerorts verzichtet man auf einen Gang durchs Dorf, bleibt bei der Kirche, feiert bei einem liebevoll geschmückten Altar einen Gottesdienst und isst und trinkt anschliessend gemeinsam. So wie in Balsthal.

Eher unpassend war dort die Bandenwerbung für den Brotlieferanten. Nirgends aber war zum Glück ein unangenehmer Geruch auszumachen. Früher kam es nämlich vor, dass reformierte Bauern aus Protest gegen den katholischen Feiertag - und freien Tag - Gülle oder Mist austrugen.

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