Natur
Projekt «Gartenkind» – Kinder sollen die Zusammenhänge der Natur besser verstehen

Im Hunzikerhofgarten des Obst- und Gartenbauvereins Balsthal (OGV) findet bis Mitte September regelmässig ein «Gartenkind-Kurs» statt.

Peter Wetzel
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Am ersten Kurstag erhielt jedes Kind sein eigenes Gartenbeet.

Am ersten Kurstag erhielt jedes Kind sein eigenes Gartenbeet.

Peter Wetzel

Die einleitende Fragestellung zur Anmeldung für diesen Kurs sagt schon viel über dessen Inhalt aus: «Wie wächst ein Rüebli und was hat der Regenwurm damit zu tun?» Die Kinder sollen also in diesem Kurs die Zusammenhänge der Natur kennenlernen. 13 Balsthaler Schüler von der ersten bis zur dritten Klasse haben sich angemeldet, sodass sich die Gartenleiterin Monika Kämpf vom OGV gezwungen sah, zwei Gruppen zu bilden. Die erste Gruppe arbeitet jeweils am Mittwoch von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr im Garten. Die zweite Gruppe am Donnerstag zur gleichen Zeit. Der Kurs dauert bis Mitte September und wird nur durch Ferien und schulfreie Tage unterbrochen.

Zusammenhänge begreifen

«Gartenkind» ist ein Projekt von Bioterra. Die gemeinnützige Organisation und setzt sich für die Förderung der Bio- und Naturgärten ein. Während des Kurses können die jungen Gärtner unter Anleitung in die bunte Gartenwelt eintauchen. Angesprochen werden alle Hobbyforscher, Rüebli-Jäger und Gummistiefel-Fans, was auf ein lockeres und vielseitiges Programm schliessen lässt. Tatsächlich wird nicht nur gepflanzt, gesät, gedüngt, gegossen, gepflegt und geerntet. Die Kursteilnehmer machen auch Bekanntschaft mit Regenwürmern, Marienkäfern, Raupen, Tausendfüsslern und Kellerasseln. Dazwischen werden auch Spiele angeboten und Bastelideen umgesetzt, es wird gezeichnet, gemalt und beschriftet.

Jedem Kind sein Gärtchen

Am ersten Kurstag vom Mittwoch wurden im Gemeinschaftsbeet fachmännisch Erbsen gesät. Jedem Kind wurde anschliessend ein eigenes Stück Gartenbeet zugeordnet, das bis Kursende vom Gartenkind bewirtschaftet wird. Ins eigene Gärtchen durften zu Beginn Rüebli gesät und Zwiebelchen gesetzt werden. Dabei erfuhren die Kinder, dass man es bei der Gartenarbeit mit Erde zu tun hat und die Hände halt zwischendurch schmutzig werden. Sollte es einmal regnen, bietet der Hunzikerhof mit seinem grossen Vordach genügend Schutz für Aktivitäten ausserhalb der Gartenanlage. Wenn die Ernte ansteht, werden die Gartenkinder wohl mit Stolz ihr eigenes Gemüse oder die selbst gezogenen Blumen nach Hause bringen.