Raumplanung
Projekt «All-Gäu»: Pläne über die Zukunft der Region Gäu werden der Bevölkerung vorgelegt

Gewächshäuser auf Industriedächern? Landwirtschaft 4.0? Eine Markthalle beim Gäu-Park? Eine neue Mitte in Egerkingen? Nur noch Smart Mobility? Ortsdurchfahrt mit Tempo 30? Diese und weitere Ideen zur Entwicklung des Raumes Gäu/Untergäu werden der interessierten Bevölkerung am 8. und 15. September 2021 vorgestellt.

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In der Region Gäu/Untergäu müssen verschiedenste Nutzungsinteressen koordiniert werden.

In der Region Gäu/Untergäu müssen verschiedenste Nutzungsinteressen koordiniert werden.

Bruno Kissling

Wohin entwickelt sich die Region Gäu/Untergäu? Im Gebiet, das 15 Gemeinden von Oensingen bis Wangen bei Olten umfasst, hat den letzten Jahren hat ein hohes Bevölkerungs- und Beschäftigtenwachstum stattgefunden. Wie die Staatskanzlei mitteilt, bestehen im Gäu vielfältige Nutzungsansprüche und Infrastrukturen. Beispiele sind die Autobahnabschnitte, Industrie- und Gewerbebetriebe, diverse Logistik- und Einkaufszentren, Landwirtschaft, Grundwasserträger.

Um künftige Nutzungsinteressen gemeinde- und themenübergreifend aufeinander abzustimmen, wurde das Projekt «All-Gäu» lanciert. Ziel ist es, dass Kanton und Gemeinden im Dialog eine langfristige räumliche Entwicklungsstrategie und die dazu erforderlichen Massnahmen zur Umsetzung erarbeiten. Dazu wurde eine Testplanung durchgeführt, bei der Ideen für die künftige Entwicklung erarbeitet wurden.

Vorderhand werden Vorschläge zur Siedlungsqualität, zur Aufwertung der Landschaft und für neue Erholungsmöglichkeiten sowie Beiträge zu neueren landwirtschaftlichen Nutzungsformen erarbeitet. Im Bereich Verkehr steht die Förderung einer nachhaltigen Mobilität im Vordergrund.

Ergebnisse der Testplanung werden der Bevölkerung vorgelegt

Bei der Testplanung, die im Herbst 2020 begann, waren verschiedene Interessengruppen wie Ortsplanende, Nachbarkantone, Bürgergemeinden, Bauernverband, Umweltverbände, Wasserversorger und Wirtschaftsverbände involviert.

Die Ergebnisse dieser Testplanung liegen nun vor und werden der Bevölkerung in einer Synthesephase zwei Mitwirkungsveranstaltungen vorgestellt. Die Synthesephase wird bis Anfang 2022 dauern und ihre Ergebnisse werden in den weiteren Prozess einfliessen. Die Veranstaltungen finden an den folgenden Daten statt:

- 8. September 2021, 18.30–21 Uhr im Bienken-Saal in Oensingen

- 15. September 2021, 18.30–21 Uhr in der Raiffeisenarena in Hägendorf

- Am 13. September 2021 erhält die ortsansässige Wirtschaft die Möglichkeit, sich zu informieren.

Die Anmeldung ist jeweils bis eine Woche vor dem Anlass einzureichen. Das Anmeldeformular und weitere Informationen sind unter www.so.ch/all-gaeu verfügbar. Der Zutritt zu den Veranstaltungen ist nur mit einem COVID-Zertifikat und Ausweisdokument möglich. (skr)

Hintergrundinformationen

Der Wachstumsraum Gäu/Untergäu umfasst die 15 Gemeinden Boningen, Egerkingen, Fulenbach, Gunzgen, Hägendorf, Härkingen, Kappel, Kestenholz, Neuendorf, Niederbuchsiten, Oberbuchsiten, Oensingen, Rickenbach, Wangen bei Olten und Wolfwil.

Als Auftraggeber für «All-Gäu» fungieren der Kanton sowie die betroffenen Gemeinden. Die Projektleitung obliegt dem Amt für Raumplanung – in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Verkehr und Tiefbau. Für den bisherigen Planungsprozess wurden drei interdisziplinäre Bearbeitungsteams mit unterschiedlicher Fachleitung, ein Projektoffice und sechs Fachexpertinnen und Fachexperten engagiert.

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