Am Donnerstagnachmittag wurde in der frisch renovierten «Hugi» in Dulliken der Startschuss für die dritte Runde der «Wohnregion Olten» lanciert. Stadtpräsident Ernst Zingg nannte drei Gründe für das Vorhaben: Seit dem Start im Jahr 2006 sei der Wohnraum in den Grossstädten immer knapper geworden, und dieser werde nun auch im Raum Olten gesucht.

Die Stadt habe sich zudem einer Wohnpolitik verschrieben, um der schrumpfenden Bevölkerungszahl entgegenzutreten. Und sowohl die Stadt wie auch die Region – namentlich nannte er eben die Hugi – hätten das Potenzial, um zusätzlichen Wohnraum anzubieten; nicht zuletzt im Hinblick auf die 1300 neuen Arbeitsplätze in Olten, die im Zuge von SBB Cargo in die Dreitannenstadt gespült werden.

Pendler und Frauen im Visier

Wie Stadtschreiber Markus Dietler, Mitglied des Steuerungsausschusses ausführte, planten die Verantwortlichen nun auf der Basis der bisherigen Veranstaltungen wie Probewohnen, Kampagnewellen und neuem Internet-Auftritt verschiedene Vorhaben, mit denen man in die Offensive gehen wolle. Dazu gehörten einerseits die Teilnahme an Fachmessen, Aktionen bei Firmen und Werbeaufnahmen wie zum Beispiel die Flyer-Aktion am Rand der gegenwärtig laufenden Aufführungen des Spektakels «Fabrikk» von Karl’s kühner Gassenschau.

Andererseits wolle man das Probewohnen wieder aufgreifen, «diesmal aber richtig». Von Juni bis September könnten Pendler für jeweils eine Woche probewohnen; nicht in einem Hotel, sondern in einer Loft in der Hugi Dulliken oder in einem Studio in einem Oltner Wohnquartier. Dazu würden die Interessenten mit Info-Material zu den lokalen Angeboten in den Bereichen Kultur, Sport, Freizeit und Gastronomie bedient. Ferner finden am 13. und 14. September die zweiten Oltner Wohntage statt, an denen Wohnangebote und -projekte vorgestellt würden. Und am 18. September will man unter dem Motto «Frauen entdecken die Region» den Fokus auf das weibliche Geschlecht richten. Ansprechen will man ferner Zu- und Wegpendler, Familien, Babyboomer, Studierende und auch die ältere Generation.

«Chance für die Gemeinden»

Obergösgens Gemeindepräsident Christoph Kunz sieht in der Kampagne «eine Chance für die Gemeinden». Wichtig sei, dass die ganze Region – die OGG-Gemeinden plus Aarburg – weiterentwickelt werde. Das Projekt generiere «Mehrwert und Nutzen». Markus Ehrat, Investor der «Hugi», hat noch rund die Hälfte seiner Lofts zu vergeben und sieht im Probewohnen «eine Chance, sich an das Wohnen im Loft zu gewöhnen». Und Oltens Tourismusdirektor Christian Gressbach sieht Synergien zwischen Wohnregion Olten und Tourismus; «es gibt viel zu entdecken».