Die Schulen von Balsthal beschäftigten sich im vergangenen Jahr intensiver mit dem Thema Gewalt. An einem Fortbildungstag mit Thomas Richter, Leiter des Schweizerischen Instituts für Gewaltprävention, liessen sich die Lehrkräfte über Gewaltprävention informieren und sensibilisieren.

Richter selber arbeitete im September des vergangenen Jahres während insgesamt vier Lektionen pro Klasse mit den Kindern der dritten und vierten Klassen. Das Team des Rainfeldschulhauses hatte beschlossen, sich während einer Projektwoche im Mai dieses Jahres noch näher mit der Problematik des gewaltfreien Zusammenlebens auseinanderzusetzen.

Gefühlswelt kennen gelernt

«Friz» begleitete die Kinder während der ganzen Intensivwoche. «Friz» ist einerseits eine Symbolfigur für das friedliche Zusammenleben, welche von den Kindern individuell gestaltet werden konnte, anderseits eine Abkürzung für die Begriffe «Frieden, Fairness, Respekt im Zusammenleben». Diverse Workshops luden zur Auseinandersetzung zum Thema ein.

Auch die grossen Kindergärteler durften an einem Tag zwei Angebote besuchen. Besonders angesprochen wurde die Gefühlswelt der Schüler: Spiele zum inneren «Schiedsrichter», gute und schlechte Gefühle, aufeinander eingehen und einander spüren, Gefühle malerisch ausdrücken (Trauer, Angst, Wut, Freude), über schlechte Gefühle nachdenken.

An einem Posten wurden die unangenehmen Gefühle sogar auf Holzleisten geschrieben und symbolisch verbrannt. In der Turnhalle wurden Erfahrungen mit dem eigenen Körper gemacht oder Spiele ausprobiert, die Rücksicht und Teamgeist erforderten. Im Werken wurden spezielle Teamförderungsspiele hergestellt, welche während des ganzen Jahres eingesetzt werden können.

Soll diese Pyramide halten, so ist viel Teamgeist nötig.

Soll diese Pyramide halten, so ist viel Teamgeist nötig.

An der Schulschlussveranstaltung gab eine Diashow einen Einblick in die Arbeit der Projektwoche. Der Schülerchor erfreute wie jedes Jahr die Eltern und Bekannten mit rassigen Liedvorträgen.

Gesamtschulleiter Kuno Flury dankte den Lehrkräften für ihr Engagement und den Schulschlussgästen für ihr Interesse an der Schule. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass «Friz» weiterleben werde. Er verabschiedete zum Schluss die Viertklässler, welche im nächsten Schuljahr in ein anderes Schulhaus zügeln werden.