Oberbuchsiten
Positive Zahlen sorgen für zufriedene Gesichter

Die Gemeinderechnung 2014 von Oberbuchsiten schliesst mit einem unerwarteten Plus von 223'997 Franken ab.

Markus Nünlist
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49 stimmberechtigte Oberbuchsiter waren an der Gemeindeversammlung anwesend.

49 stimmberechtigte Oberbuchsiter waren an der Gemeindeversammlung anwesend.

Markus Nünlist

Die diesjährige Ausgabe der Oberbuchsiter Rechnungsgemeinde wird als eine der kürzesten Versammlungen der letzten Jahre in Erinnerung bleiben. Die 49 anwesenden Stimmberechtigten mussten zwar eine Abweichung von gut 700 000 Franken gegenüber dem Budget zur Kenntnis nehmen, aber erfreulicherweise auf die positive Seite. Statt des prognostizierten Aufwandüberschusses von 481 600 Franken stand am Schluss ein Ertragsüberschuss von 223 997 Franken zu Buche.

Mehr Steuern eingenommen

Wie von Finanzverwalter Robert Nützi zu erfahren war, schlossen fast alle Budgetposten im positiven Bereich ab. Hauptgründe für das bessere Ergebnis sind höhere Erträge bei den Steuererträgen der natürlichen wie auch juristischen Personen. Dass gleichzeitig auf-seiten der Bildung Kosten von rund 100 000 Franken eingespart wurden, konnte die obligate Kostenzunahme bei der sozialen Wohlfahrt wettgemacht werden.

Bei der Investitionsrechnung war die Budgetabweichung noch markanter. Einem Voranschlag von knapp über einer Million Franken standen effektive Ausgaben von lediglich 41 150 Franken gegenüber. Einige grössere Erschliessungsvorhaben oder Werksanierungen wurden noch nicht realisiert oder aus logistischen Gründen aufgeschoben. Gleichzeitig verbuchte man unerwartet hohe Anschlussgebühren beim Wasser und Abwasser.

Spezialfinanzierungen im Plus

Das idyllische Finanzbild trübten auch die Spezialfinanzierungen nicht. Die Wasserversorgung lag mit 117 819 Franken im Plus, die Abwasserbeseitigung schloss mit einem Überschuss von 49 715 und die Abfallbeseitigung mit einem Plus von 15 288 Franken. Kein Wunder nahm der Souverän diese allseits positive Finanzlage zufrieden zur Kenntnis und winkte alle Anträge des Gemeinderates in Sachen Rechnung 2014 durch. So konnten nach zusätzlichen Abschreibungen von 220 000 Franken noch rund 4000 Franken dem Eigenkapital zugewiesen werden.

Die Elektrizitätsversorgung (EVO) blickte wiederum auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. «Trotz weniger Energieverbrauch konnte ein Gewinn realisiert werden», bilanzierte Gemeindepräsident Daniel Lederer. Die Erfolgsrechnung 2014 schloss bei einem Ertrag aus dem Energiegeschäft von 1,652 Mio. Franken mit einem Bruttogewinn von 585 290 Franken ab. Nach Abzug von diversen Aufwänden und Abschreibungen resultierte ein Reingewinn von 54 065 Franken. Dieser Betrag wurde vollumfänglich den Reserven zugewiesen.

Die Investitionsrechnung der EVO verzeichnete dank hohen Einnahmen aus Anschlussgebühren gar einen Überschuss von 31 533 Franken. Der gesamte Energiebezug sank übrigens um
6,8 Prozent auf 9553 MWh, was vor allem dem milden vorletzten Winter zuzuschreiben ist.

Zehn Personen eingebürgert

Einbürgerungsgesuche werden in der Einheitsgemeinde Oberbuchsiten nur einmal im Jahr von der Gemeindeversammlung beraten. Diesmal lagen gleich fünf Gesuche von zwei Familien und drei Einzelpersonen vor. Die Antragssteller mit Wurzeln in Mazedonien, Portugal, Italien und Deutschland stellten sich zuerst kurz vor und begründeten nochmals ihren Wunsch, die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erlangen. Nachdem aus der Versammlung keine Fragen kamen, traten die Gesuchsteller in den Ausstand. Ohne weitere Diskussion oder Gegenstimme genehmigte die Versammlung diese Einbürgerungen.