Pläne im Gäu
Neubau der Kreisschule nimmt nächste Hürde: Delegierte stimmen Kredit, Finanzierung und Landabtausch zu

Die Kreisschule Gäu soll einen Neubau neben dem bestehenden Gebäude erhalten. Nun haben die Delegierten der sieben Verbandsgemeinden dem Kredit und dem Landabtausch zugestimmt – allerdings mit einem Vorbehalt.

Rahel Bühler
Drucken
Teilen
Auf diesem Gelände hinter dem bestehenden Bau der Kreisschule Gäu soll der Neubau zustehen kommen.

Auf diesem Gelände hinter dem bestehenden Bau der Kreisschule Gäu soll der Neubau zustehen kommen.

Bruno Kissling

Auf dem Gelände der Kreisschule Gäu am Chäsiweg in Neuendorf soll ab März 2022 ein neues Schulhaus entstehen. Das Projekt hat vergangene Woche eine weitere Hürde genommen: 20 Delegierte des Zweckverbands der Kreisschule Gäu haben an der Delegiertenversammlung sowohl dem Kredit, als auch seiner Finanzierung und dem Landabtausch mit der Gemeinde Neuendorf zugestimmt. Dem letzten Traktandum jedoch unter Vorbehalt. Doch dazu später.

Was bedeuten die Entscheide im Detail? Zum Zweckverband gehören die Gemeinden Egerkingen, Oberbuchsiten, Niederbuchsiten, Neuendorf, Fulenbach, Härkingen und Wolfwil. Der Delegiertenversammlung ist ein Informationsanlass von Anfang Juli vorangegangen. Damals haben der Zweckverband und das zuständige Architekturbüro erstmals detailliert gezeigt, wie der Neubau aussehen wird. An dieser Veranstaltung wurde klar, der Neubau wird 14,5 Millionen Franken kosten.

Mittlerweile ist auch klar, wie dieser Betrag finanziert werden soll: «Es wird eine Mischform geben», berichtet Philipp Fluri, Vorstandsmitglied des Zweckverbands Kreisschule Gäu: Einerseits will der Verband Geld auf dem Markt besorgen. Konkret bei der Onlineplattform Loanboox, die unter anderem Gemeinden Fremdkapital zur Verfügung stellen. Andererseits haben laut Fluri drei der Verbandsgemeinden Interesse an einem Darlehen angemeldet. Diese beiden Traktanden haben die Delegierten mit ihren Voten abgesegnet.

Geplanter Standort Neubau Kreisschule Gäu

Zweckverband hat mittlerweile das Baugesuch eingereicht

Das dritte Traktandum betrifft den Landabtausch mit der Gemeinde Neuendorf. Derzeit ist geplant, dass die Kreisschule eine eigene Bushaltestelle erhält. Deshalb muss das Stück Land, auf dem die Haltestelle zu liegen kommen soll und das derzeit noch dem Zweckverband gehört, mit der Gemeinde getauscht werden. Im Gegensatz dazu erhält der Zweckverband östlich des Grundstücks etwas Land von der Gemeinde, um dort die Velounterstände zu realisieren.

Diesem Traktandum haben die Delegierten unter Vorbehalt zugestimmt. Denn: «Ob die Bushaltestelle bei der Kreisschule aber wirklich realisiert werden kann, hängt davon ab, wo der Kanton und die Gemeinde Neuendorf die Bushaltestellen auf dem Gemeindegebiet planen. Dies wird zusammen mit der Sanierung der Hauptstrasse entschieden», bemerkt Fluri.

Visualisierung Neubau Schulhaus Kreisschule Gäu Neuendorf.

Visualisierung Neubau Schulhaus Kreisschule Gäu Neuendorf.

zvg

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung von Anfang Juli hat der Vorstand des Zweckverbands das Baugesuch bei der Gemeinde Neuendorf eingegeben. Nun geht es an die Detailplanung, sagt Fluri. Der Beginn der Bauarbeiten ist nach wie vor für März 2022 geplant.

Aktuelle Nachrichten