Wolfwil

Pistolenclub Wolfwil — Anfänglich auch «Revolverhelden» dabei

Der Pistolenclub Wolfwil blickt auf 75 erfolgreiche Vereinsjahre zurück und feiert sein Bestehen mit einem Fest und Jubiläumsschiessen.

 Seit 75 Jahren gut im Schuss: Das kann der Pistolenclub Wolfwil von sich behaupten. Er wurde 1942 von elf mit Gewehr sowie mit Revolver und Pistolen ausgerüsteten Wehrmännern unter dem Patronat der Militärschützen Wolfwil gegründet.

Die mitten im Krieg ins Leben gerufene Pistolensektion hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die Ausbildung und das Schiessen mit Faustfeuerwaffen zu pflegen. Die Gründungsmitglieder kamen allesamt aus Wolfwil. Es waren dies Adolf Ackermann, Ernst Ackermann, Robert Bur, Othmar Büttiker, Adolf Hügli, Otto Hunziker, Gottlieb Hürzeler, Willi Mäder, Erwin Nützi, Fritz Ritter und Ernst Wyss.

1945 in Verein umgewandelt

Bereits drei Jahre später beschloss die Generalversammlung, die Sektion in einen eigenständigen Verein mit dem Namen «Pistolen- und Revolverclub Wolfwil» umzuwandeln. 1962 wurde der Begriff «Revolver» aufgrund der damals gänzlich fehlenden Revolverschützen aus dem Namen gestrichen und der Verein in der Folge «Pistolenclub Wolfwil» genannt.

1946 wurden der Bau eines Scheibenstandes mit sechs Zugscheiben und eines Kugelfanges beschlossen. Das Vorhaben wurde während den folgenden zwei Jahren realisiert. Um die Kosten möglichst tief zu halten, wurden die Mitglieder verpflichtet, Regiestunden zu leisten. Wer dem nicht nachkam, musste je nicht geleistete Stunde 2 Franken hinblättern, was viel Geld war zu jener Zeit.

Schützenhaus in Fronarbeit erstellt

Zu den Höhepunkten in der Vereinsgeschichte gehört 1951 der Bezug des in Fronarbeit erstellten Schützenhaus. Zwischen 1986 und 1989 wurde ebenfalls unter der tatkräftigen Mithilfe der Vereinsmitglieder die 25-Meter-Anlage gebaut. Diese war notwendig geworden, weil mit der Einführung der heutigen Armeepistole SIG 220 oder Ordonnanzpistole 75 die Bundesprogramme praktisch nur noch auf 25 Meter geschossen werden.

Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens führte der Pistolenclub 1992 das erste sogenannte freie Schiessen in der Geschichte des Vereins durch. 2008 wurden ferner Kugelfangkästen auf der 50-Meter- und auf der 25-Meter-Anlage eingebaut.

Die Vereinsgeschichte geprägt haben die zahlreichen Erfolge an Kantonalen und Eidgenössischen Schützenfesten sowie an Verbandswettkämpfen. Unter anderem stellte der Pistolenclub Wolfwil bisher mehr als 30 Mal den Schützenkönig an Eidgenössischen Feldschiessen im Gäu.

So auch bei der diesjährigen Auflage im Juni mit Urs Freiburghaus aus Neuendorf, wie Vereinspräsident Marcel Lämmle nicht ohne Stolz erwähnt. Lämmle gehört dem Verein seit 15 Jahren an, das Präsidium hat der 43-Jährige seit zwei Jahren inne. Der Pistolenclub Wolfwil sei ein gesunder und mit seinen 53 Mitgliedern ein stabiler Verein.

Festakt steigt am 23. September

Nun freut sich der Präsident auf das nächste Jubiläum, das 75-jährige Bestehen des Vereins, für das er als OK-Chef verantwortlich zeichnet. Begangen wird das Jubiläum am 23. September um 11 Uhr mit einem Fest im Rahmen eines Jubiläumsschiessens.

Die Programme können von lizenzierten Pistolenschützen am Freitag, 22. September von 16 bis 19 Uhr, am Samstag 23. September, von 9 bis 11.30 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, sowie am 30. September von 13.30 bis 17 Uhr auf der Schiessanlage Waldegg in Wolfwil geschossen werden.

Die Festwirtschaft sorgt während des Schiessbetriebs für das leibliche Wohl der Gäste. Der Pistolenclub freue sich viele Besucher, so Lämmle.

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Autor

Erwin von Arb

Erwin von Arb

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