Balsthal

Pfader bereiten sich auf den «grössten Flohmarkt im Kanton» vor

Die Pfadi Falkenstein Balsthal führt den grössten Flohmarkt im Kanton durch. Seit Wochen wird gesammelt und sortiert.

Nach dem «Donnschtig-Jass» kündigt sich schon ein nächster Grossanlass im Zentrum von Balsthal an: Der alle drei Jahre stattfindende Flohmarkt der Pfadi Falkenstein, der vom 7./8. September rund um das Inseli-Schulhaus durchgeführt wird.

Der Balsthaler Flohmarkt sei der Grösste im Kanton, sagt der Hauptverantwortliche dieses Anlasses, Philipp Buxtorf: «Normalerweise bieten auf den umliegenden Flohmärkten verschiedene Personen oder Gruppierungen ihre Waren an, wir aber machen alles alleine», hebt er nicht ohne Stolz hervor. Eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten.

Ein Sammelsurium von Gegenständen

Gesammelt wird seit dem 17. August. Biber, Wölfli, Pfader, Pios, das Leiterteam und insgesamt 18 OK-Mitglieder stehen im Einsatz. Durch die Woche sind das ungefähr 35 Personen pro Abend, an den Samstagen jeweils 70 Helfer. Das ganze Dorfgebiet wurde in zehn Sammelquartiere eingeteilt. Seit Mitte August werden bis zu zehn kleine Lieferwagen mit Gruppen von Einsammlern losgeschickt.

Gesammelt wird fast alles, ausser Kühlgeräten, ältere Skis, defekte elektronische Geräte, zerlegte Schränke und Teppiche. Matratzen und Duvets sind ebenfalls verpönt, obwohl in diesem Segment am ehesten «Flöhe» anzutreffen wären! Die gesammelten Gegenstände werden in einer Halle der Swiss Quality Paper AG ausgeladen, sofort nach verschiedensten Kriterien aussortiert und in Rahmenpaletten untergebracht. Was da alles zusammen kommt ist unbeschreiblich. Vor drei Jahren habe man rund 170 Boxen gefüllt, heuer dürften es einige mehr werden.

«Wir haben fast alles anzubieten, vom antiken Holzski bis zum 3D-Drucker» schwärmt Philipp Buxtorf. Renner sind dieses Jahr Kinderspielzeuge und wie immer die Möbel. «Geeignete Hallen zu finden, um die Sachen zu lagern, ist nicht einfach», sagt Buxtorf. Gefüllte Palette werden in eine Halle der ehemaligen von Roll gebracht. Velos, Sportgeräte und Kinderwagen werden in einer Halle im Moos zwischengelagert, Möbel in der Sortierhalle gelassen.

Am Freitagabend vor dem eigentlichen Markt kommen dann drei Sattelschlepper zum Einsatz, welche das Sammelgut zum Marktgelände bringen.

Ab Samstagmorgen wird ausgeladen und es darf gefeilscht werden. Die Preise für die angebotenen Waren machen die Pfadikinder selber, der Flohmarkt sei schliesslich ihr Markt, wird betont. Sie werden aber unterstützt von erwachsenen Helfern. Weshalb stellt sich die Pfadi Falkenstein alle drei Jahre diesen «Chrampf»? Einhellig heisst es: «Wenn uns der Flohmarktvirus befällt, kann uns nichts mehr halten!».

Erlös kommt der Pfadi zugute

Natürlich sei der finanzielle Aspekt wichtig. Mit dem Gewinn könne man die Mitgliederbeiträge und die Lagerkosten tief halten sowie verschiedene Anschaffungen tätigen. Die nichtverkauften Gegenstände werden am Sonntagabend sachgerecht in diversen Mulden entsorgt. Besitzer von Gegenständen, welche bis am Samstag 31. August 12 Uhr nicht abgeholt wurden, können sich bei 079 963 19 53 melden.

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