Balsthal
Parteiloser Roland Stampfli hat in Balsthal die Nase weit vorne

Beinahe wäre ein Parteiloser Gemeindepräsident von Balsthal geworden: Roland Stampfli verpasste das absolute Mehr relativ knapp. Es gibt einen zweiten Wahlgang.

Alois Winiger
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Roland Stampfli holte 818 Stimmen (48,3 Prozent).

Roland Stampfli holte 818 Stimmen (48,3 Prozent).

Alois Winiger

So etwas hat Balsthal noch nie erlebt. Nach zögerlichem Auftakt traten schliesslich vier Mann auf den Plan, die Gemeindepräsident werden wollen: Fabian Müller (SP) meldete sich als erster, dann folgten Roland Stampfli (parteilos), Enzo Cessotto (FDP) und Pierino Menna (CVP). Nun ist aber keiner der vier gewählt worden. Es kommt am 22. September zu einem zweiten Wahlgang. Dies auch beim Vizepräsidium: Weder Philippe Ebener (CVP) noch René Zihler (SVP) schafften das absolute mehr.

Nicht so sehr überrascht

Dass Roland Stampfli vorne liegen könnte, wurde vermutet. Nun hat er gleich 818 Stimmen holt und damit das absolute Mehr von 874 nur relativ knapp verpasst. «Für mich ist das Resultat gar nicht so überraschend», sagt er. «Ich wusste, dass ich auf viele Leute zählen kann.» Dass er wieder antrete, sei klar. Augenfällig ist der Abstand auf Enzo Cessotto, der auf 398 Stimmen kam. «Ein massiver Unterschied, von dem ich schon etwas überrascht bin», gibt er zu. Ob er wieder antreten werden, sei im Moment noch offen.

Mit 245 Stimmen muss sich Fabian Müller zufriedengeben. «Ja, ich bin enttäuscht», sagt er geradeheraus. Das Resultat habe die Situation der SP in Balsthal bestätigt, der Wähleranteil liege zwischen 14 und 16 Prozent. Wie es jetzt weitergeht, sei schwierig abzuschätzen.

Klar entschieden hat sich hingegen Pierino Menna: «Ich werde nicht mehr antreten», erklärt er. Das Resultat zeige ihm, dass die Stimmbürger von ihm als Quereinsteiger zuerst eine Leistung sehen wollen. «Dazu habe ich ja jetzt als neuer Gemeinderat alle Chancen.»

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