Kestenholz
Örtliche Feuerwehr erstellt eine 940 Meter lange Transportleitung

Die Feuerwehr Kestenholz zeigte an der Hauptübung unter der Leitung von Kommandant Konrad Aeberhard ihr Können. Das Motto der diesjährigen Übung: «Wassertransport». Das kommende Feuerwehrjahr soll im Fokus auf das hundertjährige Bestehen des Bezirksfeuerwehrverbandes Gäu stehen.

Merken
Drucken
Teilen
Die Beförderten (v.l.): Philipp Dennler und Roland Hutter wurden zum Korporal befördert, Philippe Haldemann zum Gefreiten.

Die Beförderten (v.l.): Philipp Dennler und Roland Hutter wurden zum Korporal befördert, Philippe Haldemann zum Gefreiten.

zvg

Kommandant Hauptmann Konrad Aeberhard konnte zur Hauptübung der Feuerwehr Kestenholz vor dem Feuerwehrmagazin eine stattliche Anzahl Gäste willkommen heissen. Die diesjährige Übung stand unter dem Motto «Wassertransport».

Die Zielsetzung an die Mannschaft lautete, vom nahe beim Magazin befindlichen Hydranten eine Transportleitung zum Reservoir Chöpfli zu erstellen. Der Druck musste ausreichen, um zwei Hohlstrahlrohre bedienen zu können. Um diese Vorgabe zu erreichen, ist ein Pumpvolumen von 600 Litern Wasser pro Minute nötig.

66 Höhenmeter überwunden

Nebst dem Verlegen von 940 Metern Schlauch, musste das Wasser in Anbetracht der grossen Höhendifferenz von 66 Metern mittels zwei Motorspritzen, einem Tanklöschfahrzeug (TLF) und einem Wasserausgleichsbecken zum Reservoir gepumpt werden. Den anwesenden Gästen wurde der Aufbau durch Konrad Aeberhard Schritt für Schritt erklärt.

Zusammen marschierte die Schar entlang der Transportleitung zum Reservoir Chöpfli. Oben angekommen konnten sich alle vergewissern, dass das Ziel erreicht wurde. Mehr noch, es konnte sogar ein drittes Hohlstrahlrohr angeschlossen und mit voller Leistung bedient werden.

Interessante Führungen

Nach der erfolgreichen Erstellung der Transportleitung durch die Feuerwehr hiess Brunnenmeister Paul Kissling die Gäste willkommen. Paul Kissling ist seit über 30 Jahren verantwortlich für die Wasserversorgung in Kestenholz. Die Gäste nutzten die Möglichkeit einer Besichtigung des Reservoirs, welches durch Paul Kissling mit interessanten und spannenden Worten vorgestellt wurde. Im Anschluss konnte unter seiner Führung zusätzlich das Pumpwerk Weiherrain besichtigt werden.

Nach der Rückkehr ins Feuerwehrmagazin blickte Kommandant Konrad Aeberhard auf das vergangene Feuerwehrjahr zurück, welches mit total 101 Einsatzstunden ein eher ruhiges war. Anlässlich der Rekrutierung konnten neun Personen in die Feuerwehr eingeteilt werden. Insgesamt haben 22 Personen einen Aus- und Weiterbildungskurs besucht und dafür gesorgt, dass das Know-how der Mannschaft weiterhin auf hohem Niveau bestehen bleibt.

Drei Beförderungen

Gefreiter Philipp Dennler und Gefreiter Roland Hutter haben den Gruppenführerkurs mit Bravour bestanden und wurden mit grossem Applaus zum Korporal befördert. Aufgrund seiner Leistungen in der Feuerwehr und seinem hohen Übungsbesuch wurde Soldat Philippe Haldemann zum Gefreiten befördert.

Wachtmeister Andreas Berger wird die Feuerwehr nach 12 Dienstjahren per Ende Jahr verlassen. Leider findet er neben seinen anderen Aufgaben und Hobbys keine Zeit mehr für den Feuerwehrdienst. Andreas Berger hat sich stets vorbildlich zu den Übungen vorbereitet und war immer ein hilfsbereiter und verlässlicher Feuerwehrkamerad, wie erwähnt wurde.

100-Jahr-Jubiläum steht bevor

Das kommende Feuerwehrjahr werde im Fokus auf das hundertjährige Bestehen des Bezirksfeuerwehrverbandes Gäu stehen. Höhepunkt werde ein vielfältiger Jubiläumsanlass sein, an welchem alle Feuerwehren im Gäu involviert sein werden, verriet Konrad Aeberhard beim Ausblick auf das nächste Feuerwehrjahr. (mgt)