«Eine Investition in die Zukunft.» So ziemlich jeder Redner benutzte diese Floskel. Konkreter wurde da Markus Flury: «Das starke Wachstum unseres Dorfes hat vor etwa sechs Jahren im Gemeinderat den Entschluss reifen lassen, dass Oensingen eine Vorwärtsstrategie braucht», sagte der Oensinger Gemeindepräsident.

«Unsere Vereine im Mannschaftssport führten ein kümmerliches Dasein ohne richtiges Daheim. Heute erhalten unsere Vereine und die Bevölkerung ein sportliches Daheim.»

Um einen passenden Namen zu finden, wurde ein Wettbewerb durchgeführt. 73 Vorschläge wurden eingereicht. Der Gemeinderat wählte die Bezeichnung «Sportzentrum Bechburg Oensingen» von Maria Mäder. Kein überraschender oder innovativer Name, aber sicherlich ein treffender.

In grossen Dimensionen geplant

Von aussen betrachtet wird die Halle, die für Grossfeld-Unihockey, Handball und viele andere Sportarten geeignet ist, glattweg unterschätzt. Der schlichte Sichtbeton mit den riesigen Fenstern sieht hübsch aus, aber die wahren Dimensionen von 17 500 m3 werden erst innen sichtbar, denn die Halle wurde rund fünf Meter in den Boden abgesenkt.

Das Gebäude ist Minergie-zertifiziert. Die riesigen Fenster können nicht geöffnet werden, eine Komfortlüftung sorgt für ein gutes Klima und gewinnt die Abwärme zurück. Dafür bieten die Fenster einen hübschen Ausblick auf die Umgebung, der wegen der breiten Rahmen wie eine Serie Stillleben wirkt.

«Der Boden ist hier extrem lehmig und dicht, wir werden keine Probleme mit dem Grundwasser bekommen», verspricht der Architekt Alexander Furter. «Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist vorbereitet und kann jederzeit installiert werden.»

Das Konzept mit der klaren Trennung von Publikumsbereich und Sportbereich überzeugt. Der Kontrast zwischen dem kühlen Sichtbeton des oberen Geschosses und den warmen Senftönen des Sportbereichs sorgt für angenehmes Licht – selbst an einem düsteren Regentag wie bei der Eröffnung.

Der Aussenbereich für die Leichtathletik, der Platz für das Inline-Hockey und der Hartplatz wurden entlang der Dünnern angelegt.

Dazwischen ist eine Spielwiese offen geblieben, «für den Fall, dass ein Ausbau der Anlage nötig werden sollte», wie Furter erklärte. «Wir Architekten wollen nicht nur die augenblicklichen Bedürfnisse des Auftraggebers abdecken, wir denken gerne vorausschauend.»

Rund 10 Millionen Franken hat sich Oensingen sein Sportzentrum Bechburg kosten lassen. Nun soll es «ein Ort der Begegnung und des Sports werden, der den sozialen Zusammenhalt im Dorf fördert», wie Regierungsrat Remo Ankli in seiner Ansprache sagte

Und so überreichte Architekt Alexander Furter einen gebackenen, symbolischen Schlüssel an den Gemeinderat und Gesamtprojektleiter Martin Brunner.