Es war ein grausiger Fund, den Beamte der Kantonspolizei Solothurn am Samstag gegen 18 Uhr machten: In einem Mehrfamilienhaus an der Solothurnstrasse in der Klus fanden sie die Leiche eines Mannes, die mehrere Stichverletzungen aufwies. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus.

Beim Opfer handelt es sich um einen 25-jährigen Somalier; gemäss Angaben eines Anwohners wohnte der Asylbewerber im Mehrfamilienhaus.

Noch im Verlauf der Nacht auf Sonntag wurde die Leiche des Mannes laut Angaben der Fahnder in die Gerichtsmedizin überführt. Zur Klärung des Tathergangs und zur Ermittlung des Täters haben die Kantonspolizei Solothurn und die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eröffnet. Bisher wisse man nur, dass es sich bei der Tatwaffe um eine Stichwaffe handle, so Polizeisprecherin Melanie Schmid am Sonntag gegenüber der «Nordwestschweiz». Ob diese im Haus selbst gefunden wurde, lässt die Polizei offen.

Tötungsdelikt in Balsthal: Täter noch immer flüchtig

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Tatort an der Rotlichtmeile

Das Mehrfamilienhaus, in dem die Leiche gefunden wurde, liegt an der Balsthaler Rotlichtmeile unmittelbar zwischen Kontaktbars. Ob die Tat in Zusammenhang mit dem Rotlichtmilieu steht, sei bisher allerdings nicht klar, sagt Schmid.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die an der viel befahrenen Verkehrsachse Beobachtungen gemacht haben.

Anwohner schlagen Alarm

Ausgerückt waren die Polizeibeamten aufgrund einer Meldung von Nachbarn des Somaliers; offenbar war die Türe der Wohnung verschlossen. Den genauen Grund, weshalb die Polizei ausgerückt ist, gibt Mediensprecherin Schmid indes nicht bekannt. «Es war nicht wegen eines Streits», sagt sie lediglich.

Ob die Wohnung auch der Tatort ist, wird derzeit abgeklärt. Auch zum genauen Tatzeitpunkt kann die Solothurner Kantonspolizei noch keine Angaben machen. Der Täter ist unbekannt.