«Das vergangene Geschäftsjahr darf einmal mehr als äusserst ereignisreich und spannend bezeichnet werden», liess Rolf Büttiker, der abtretende Verwaltungsratspräsident der Onyx Energie Mittelland AG, zu Beginn der Generalversammlung verlauten. Die Zusammenkunft, es ist die 18. an der Zahl, fand am frühen Dienstagabend im alten Maschinensaal des Kraftwerks Wynau statt. «Der ideale Ort dafür, liegt hier doch der Ursprung unseres Unternehmens», befand Büttiker.

13,1 Prozent Gewinnrückgang

Spannend wohl vor allem in Bezug auf die Zahlen und Fakten: Der Strombedarf im Marktgebiet des interkantonalen Unternehmens, welche auch Gemeinden im Thal und im Gäu beliefert, beträgt 914,1 Megawattstunden und hat damit um 0,6 Prozent zugelegt. Den 25 anwesenden Aktionärsvertretern, von insgesamt 36, konnte ein Gewinn von 9,4 Mio. Franken präsentiert werden. Dies entspricht einem Minus von 13,1 Prozent oder 1,4 Mio. Franken. «Gründe für diesen Verlust sind die nach wie vor tiefen Strompreise und der Wegfall von bestimmten Energiemengen bei unseren Vertriebspartnern», erklärte Andreas Iseli, Leiter Dienste. Ein weiterer Grund für den geringeren Gewinn liegt im gesunkenen Stromabsatz des Unternehmens.

Das Versorgungsgebiet der AEK Energie AG und von onyx Energie Mittelland AG.

Das Versorgungsgebiet der AEK Energie AG und von onyx Energie Mittelland AG.

Die Gesamtleistung der Onyx-Gruppe, zu der die Onyx Energie Dienste AG, die Onyx Energie Netze AG und die Onyx Energie Produktion AG gehört, beträgt 97,4 Mio. Franken. Das operative Ergebnis beträgt 12,3 Mio. Franken. Die Jahresrechnung, der Gewinn und die Bilanz wurden von den anwesenden Aktionärsvertretern einstimmig gutgeheissen.

Büttiker gibt Mandat ab

Als ereignisreich bezeichnete Verwaltungsratspräsident Rolf Büttiker das vergangene Geschäftsjahr wohl hauptsächlich aufgrund des Zusammenschlusses der Onyx Energie Mittelland AG mit der AEK AG. Seit letztem November agieren die beiden Tochterfirmen der BKW gemeinsam als AEK Onyx AG (wir berichteten mehrmals). Infolge dieses Zusammenschlusses führte Rolf Büttiker zum letzten Mal durch eine Generalversammlung. Er gibt sein Mandat an Ronald Trächsel aus Solothurn weiter.

Anstelle des bisherigen Verwaltungsrates mit sieben Mitgliedern entsteht ein neuer, dreiköpfiger Verwaltungsrat. Neben Ronald Trächsel gehören diesem Gremium neu auch Jan-Piet Beekmann aus Ittigen BE und Matthias Prüssing aus Muri bei Bern an. Alle Mitglieder des neuen Verwaltungsrats wurden von den anwesenden Aktionärsvertretern einstimmig gewählt. Dem Verwaltungsrat steht zukünftig ein Beirat zur Seite, der die Aufgabe hat, für die lokale Verankerung des Betriebs zu sorgen. Dieser Beirat besteht aus vier Personen des ehemaligen Verwaltungsrates. «Ich bin überzeigt, dass beide Unternehmen und vor allem unsere Partner und Kunden von diesem Zusammenschluss profitieren werden», erklärte der abtretende Verwaltungsratspräsident Rolf Büttiker in seiner Rede, in welcher er auch mehrmals auf die Abstimmung zur Energiestrategie 2050, welche in knapp zwei Wochen stattfindet, zu sprechen kommt. «Wir werden sehen, wie es ausgeht», meinte Büttiker.

250 Mitarbeitende

Mit dem Zusammenschluss beliefert die AEK Onyx AG 113 Gemeinden, 460 KMUs und 80 000 Endkunden mit Strom und verfügt nun über ein Netz von 3500 Kilometern. «Für unsere Kunden ändert sich damit nichts. Es werden einzig Prozesse und Kompetenzen optimiert», erklärt der neue Verwaltungsratspräsident Ronald Trächsel und ergänzt: «Die Erfolgskomponenten der beiden Betriebe gehen nicht verloren.» Sowohl die AEK als auch die Onyx bleiben bestehen, für alle drei Gesellschaften gibt es einen Verwaltungsrat sowie eine Geschäftsleitung. Der neue CEO, Walter Wirth, sagt denn auch: «Das Konstrukt mit seinen 250 Mitarbeitenden schwebt auf Augenhöhe.»