Balsthal
Ohne ihn gäb's kein Feuer am 1. August — Holzfluh-Verein wird 80 Jahre alt

Der Holzfluh-Verein kann sein 80-jähriges Bestehen feiern. An der Jubiläums-Generalversammlung mit zahlreichen illustren Gästen war viel über die Gründung und die Entwicklung des Vereins zu erfahren.

Peter Wetzel
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Das Freiheitsfeuer und Fahne auf der Holzfluh.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Das Freiheitsfeuer und Fahne auf der Holzfluh.

Zur Verfügung gestellt

In seiner Ansprache hob Präsident Max Rütti die Werte hervor, zu denen der Holzfluh-Verein steht: Es sind dies Werte wie das Bekenntnis zum Vaterland und zur Fahne, das Freiheitsfeuer am 1. August, die Christbäume im Dorf und auf der Fluh, das liberale Gedankengut und der Erhalt des kulturellen Erbes wie zum Beispiel die Schlösser und Kapellen.

Er stellte den Versammlungsteilnehmern auch die wichtigsten Betätigungsfelder vor: Pflege und Unterhalt des Holzfluh-Hüttleins mit Umgebung, der Ruine Neu-Falkenstein, der Beleuchtungen von Neu- und Alt-Falkenstein, der Wanderwege und der zahlreichen Ruhebänke. «Mit unseren Tätigkeiten wollen wir auch positive Spuren für unsere Nachwelt hinterlassen», sagte Rütti.

Der mit zahlreichen Anekdoten gespickte Rückblick auf die Vereinsgeschichte wurde den Gästen ebenfalls von Max Rütti serviert. Sie begann im Jahr 1938. Man wollte ein Zeichen setzen gegen die drohende braune Gefahr aus dem Norden. Am 12. August wurde ein 1.- August-Feier-Komitee gegründet. Aus diesem Komitee entstand am 3. September 1938 die Gruppierung mit dem Namen «Holzfluh-Vereinigung».

Es waren viele SAC-Mitglieder dabei. Sichtbare Zeichen dieser vaterländischen Gesinnung sind bis heute das Freiheitsfeuer, die Weganlage, das Hüttlein sowie die Fahne auf der Felsenkrete geblieben. Die Anlage auf der Fluh wurde ständig gepflegt, erneuert und modernisiert.

Einen schweren Schicksalsschlag musste der Verein 1992 hinnehmen. Das Hüttli brannte vollständig nieder. Grund: Brandstiftung. Bereits ein Jahr später konnte die neue Hütte eingeweiht werden, die seither nicht nur dem Verein, sondern nach Anfrage auch der Bevölkerung zur Verfügung steht. Das Hüttlein mit den zwei Aussichtsplattformen ist ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für die «Einheimischen».

Ende der Ära Rütti kündigt sich an

Dank der zahlreichen Spenden steht der Holzfluh-Verein, der erst seit 2005 diesen Namen trägt, finanziell gut da und kann seine Aufgaben erfüllen. Die Zusammenarbeit mit andern ähnlich gesinnten Institutionen wie zum Beispiel dem neu gegründeten Schlossverein oder dem Verkehrs- und Verschönerungsverein wird weiterhin gepflegt. Dass im Holzfluh-Verein nicht nur «gekrampft» wird, beweisen die geselligen Zusammenkünfte wie der Familienanlass auf dem Zimmerplatz.

Auch personell gibt es keinen Grund zu klagen. Präsident Max Rütti aber hat an der Generalversammlung angekündigt, dass er sein Amt im Jahr 2020 abgeben will und sich auf ruhigere Zeiten im Verein freue. Die Nachfolge sei aber bereits geregelt, wurde verraten. Hansruedi Geissbühler von den «Harder Fründe» aus Interlaken, welche ähnliche Ziele wie der Holzfluh-Verein verfolgen, überbrachte dem Jubilar eine Uhr, welche auf einem Brett montiert ist. Er spielte damit auf einen Zeitungsartikel an, gemäss dem der Holzfluh-Verein bei den Balsthalern einen Stein im Brett haben müsse.

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