Oensingen

Oensinger Zibelimäret: Auch Petrus zeigte gute Laune

63 Aussteller und viel Publikum genossen das schöne Wetter und die gute Marktstimmung am Oensinger Zibelimäret.

Hier wirbeln die Haare auf der Achterbahn durch den Wind, dort darf das Raclette ein wenig stinken und mittendrin fordert Mischu Moser, alias schwiizerMIX, sein Publikum auf, die Seele baumeln zu lassen. Die Begeisterung der vielen Leute ist riesig: Schliesslich ist Michel Moser ein echter Oensinger, jeder am Zibelimäret kennt ihn. Und so wird das traditionsreiche Volksfest in der Gäuer Metropole zu einer rumherum gefreuten Sache.

Es dreht sich immer noch viel um Zwiebeln

Weil diesmal auch das Wetter mitspielte, kamen die Leute in Scharen nach Oensingen, sie waren gut gelaunt und kauffreudig. Ganze 63 Aussteller hatten ihren Stand aufgebaut und keiner musste es bereuen. Rund dreissig davon sind ortsansässige Vereine, die mit kulinarischen Angeboten oder den traditionellen Zibelizöpfen die Besucher begeisterten und ihre Kassen aufbesserten. So auch der katholische Kirchenchor. Während einer Woche knüpften die Sängerinnen und Sänger jeden Abend die prachtvollen Zibelizöpfe.
Die Zwiebeln bezieht der Kirchenchor von der Familie Bobst. Geerntet müssen die Steckzwiebeln nämlich besonders behutsam, weil es das Kraut braucht, um die Zöpfe flechten zu können. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Zibelizöpfe waren wunderschön anzuschauen und für die Kindermäuler gab es bunte Zibelikränze aus Zucker.

Der Zibelimäret findet seit 1968, Oensingens 1000. Geburtstag, jedes Jahr am letzten ganzen Wochenende im Oktober statt und beinhaltet auch die Gewerbeausstellung. Diesmal besonders beliebt war der Stand der Einwohnergemeinde, wo die Leute die Karten der geplanten Dorfumfahrung studieren wollten und am Samstagnachmittag durch Christine Bobst von der Einwohnergemeinde informiert wurden.

Zum zweiten Mal nicht entlang der Hauptstrasse

Zum zweiten Mal fand der Zibelimäret nun entlang der Mühlefeldstrasse/Zeughausstrasse statt. Nachdem letztes Jahr der Regen das Volksfest etwas beeinträchtigt hatte, sorgte diesmal das herrliche Herbstwetter für ideale Verhältnisse und man darf festhalten: Die Leute haben die neue Anordnung der Stände akzeptiert. «Der Nachteil ist vielleicht, dass man den einen oder anderen Stand wie den Racclette-Keller, nicht im ersten Anlauf findet», zog Christine Bobst Bilanz. Der Wegzug von der Hauptstrasse in die zweite Reihe sei vor allem aus Sicherheitsgründen so vorgenommen worden. «Die Atmosphäre ist sehr schön, denn es ist jetzt in den kleineren Strassen alles etwas gemütlicher geworden.»

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