Im Chlii Rahme

Oensinger Band veröffentlicht einen «Gute-Laune-Sommersong» — er wird zum Radiohit

Ein spontanes Arrangement; die Band Chlii im Rahme: Kevin Schneider, Samuel Graf, Philipp Studer und Daniel Meister (von links).

Ein spontanes Arrangement; die Band Chlii im Rahme: Kevin Schneider, Samuel Graf, Philipp Studer und Daniel Meister (von links).

Die Band Im Chlii Rahme aus Oensingen hat ihr erstes Lied veröffentlicht. Es wird direkt zum Radiohit. Daniel Meister im Interview.

Vor zwei Wochen war der Song «Ufem Pedalo» erstmals im Radio zu hören. Der heitere Sommersound stammt aus der Region: Vier Oensinger Jungs haben sich kurzerhand zus­ammengeschlossen, um diese Ode an das Pedalo anlässlich des SRF3 Pedalokonzerts aufzunehmen und publikzumachen. Für Daniel Meister kommt das plötzliche öffentliche Interesse überraschend. «Ihr wollt über uns einen Bericht schreiben?», fragt er ungläubig. Dann erzählt er, wie es zum Sommerohrwurm gekommen ist.

Youtube: Band Im Chlii Rahme mit dem Song Ufem Pedalo

«Ufem Pedalo» ist die Erstproduktion Eurer Band Im Chlii Rahme. Wie muss ich mir diesen Zusammenschluss genau vorstellen?

Daniel Meister: Unsere Band, das kann man so nennen ja, besteht aus Multiinstrumentalisten. Es gibt also keinen festen Gitarristen oder Sänger. In den Strophen beispielsweise wechselt der Sänger, den Refrain singen alle gemeinsam. Philipp ist für die Perkussion zuständig.

Demnach ein sehr flexibles Arrangement. Aber wie kam es denn überhaupt zur Idee dieser Band?

Also Samuel ist mein Cousin und wir sind sowieso alle aus Oensingen. Man kennt sich über den Sport, die Musik. Früher gab es im Restaurant Pöschtli in Oensingen richtige Jamsessions. Es herrschte allgemein ein sehr lockerer Umgang. Wenn jemand zum Beispiel einen Gitarristen braucht, findet man den in so einem kreativen Schmelztiegel recht schnell und unkompliziert.

Das erklärt auch die bisher noch ungekannte Konstellation von Euch vieren. Seid Ihr alle Hobbymusiker oder steckt da mehr dahinter?

Ja, die Musik ist für uns alle ein Hobby. Es gibt auch noch andere Bands, in denen wir spielen. Konzerte hatten wir auch schon einige. Beruflich findet man uns eher im technischen Bereich; Kevin ist Schreiner, Samuel Sanitärinstallateur und Philipp Messtechniker. Ich arbeite auf dem Amt für Umwelt, habe allerdings auch ein eigenes Studio, in dem wir auch schon Alben aufgenommen haben.

Und nun habt Ihr den Song «Ufem Pedalo» in eben diesem Studio aufgenommen. Warum habt Ihr eigentlich ein Lied über das Pedalofahren geschrieben?

Der Hintergrund war das SRF3-Pedalokonzert, wo wir uns für das Pedalo der Rubrik «Stammtisch» beworben haben. Die gestellte Challenge vom SRF haben wir dann auch bestanden und da kam mir die Idee, als ich etwa eine Woche vor diesem Konzert auf meiner Ukulele herumgezupft habe. Die erste Strophe und den Refrain hatte ich in vielleicht fünf Minuten und so habe ich diese Idee kurz noch aufgenommen und meinen Bandkumpanen geschickt. Abends sassen wir vier zusammen und haben den restlichen Text gedichtet. Drei Tage später war der Song fertig arrangiert und aufgenommen.

Das ging aber ganz schön zackig. Wie war es denn für Euch den Song zu schreiben?

Es war einfach etwas Positives nach dem monatelangen Nichts. Ein Gute-Laune-Sommersong. Dieses Gefühl sollten auch die Zuhörer haben, wenn sie ihn hören. Freude, freie Zeit und Sonne. Besonders das Radio war erfreut und hat den Song täglich gespielt. Verblüffend war auch, dass schon viele Leute am Pedalokonzert-Tag das Lied kannten oder sogar gesungen haben und dass sie uns als Band erkannt haben. Auch den ersten Hater gab es schon, aber das gehört dazu.

Und was ist das für ein Gefühl für Euch, dass so viele den Song kennen?

Es fägt natürlich. Die Familie und die Freunde haben sich auch sehr gefreut, es war lustig. Gerade weil «Ufem Pedalo» unser erstes schweizerdeutsches Lied ist und gleich so ankam. Vorher sangen wir nur auf Englisch und in einem etwas härteren Genre. Der Song ist jetzt auf Youtube und Spotify verfügbar und ist das Kabinenlied der Roadies, unseres Hockeyteams. Weitere Songs sind natürlich denkbar. Wir treten immer am Zibelimäret in Oensingen auf, in einer etwas anderen Konstellation mit der Band Roadie Huusband, aber das steht dieses Jahr noch in den Sternen.

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