Oensingen
Oensingen soll einen neuen Spielplatz bekommen

Nach der Debatte um die ausgesprochenen Rayonverbote hat der Oensinger Gemeinderat nicht nur die Verbote zurückgenommen und sich entschuldigt: Er schlägt jetzt sogar vor, einen neuen Spielplatz zu bauen.

Alois Winiger
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Die Benützerzeiten für den Sportplatz beim Schulhaus Oberdorf wurden verlängert.

Die Benützerzeiten für den Sportplatz beim Schulhaus Oberdorf wurden verlängert.

Mit Massnahmen und einem lancierten Projekt schliesst der Oensinger Gemeinderat die Angelegenheit ab, die in den vergangenen Tagen hohe mediale Wellen verursacht hatte: Das - mittlerweile aufgehobene - Arealverbot für drei Jugendliche (wir berichteten). Zum einen hat der Rat am Montagabend beschlossen, sämtliche richterlichen Verbote bei gemeindeeigenen Spiel- und Sportplätzen seien aufzuheben.

Zum andern hat der Rat die Abteilung Bau beauftragt, für die Grünfläche östlich des Bienken-Saals ein Konzept samt Kostenschätzung für einen Spiel- und Begegnungsplatz auszuarbeiten. Der Standort erscheint dem Rat auch insofern sinnvoll, da er nahe des Spielplatzes Kindergarten Mitteldorf liegt und sich dadurch Synergien ergeben könnten.

Hier soll der neue Spielplatz entstehen.

Hier soll der neue Spielplatz entstehen.

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Mit Elternrat und Jugendarbeit

Aufgehobene Verbote bedeuten allerdings nicht, dass es keine Regeln mehr gibt. Für alle Spiel- und Sportplätze, die der Gemeinde gehören, wird es eine «Hausordnung» geben. Und bei dessen Erarbeitung - so wurde im Rat ausdrücklich betont - «müssen unter allen Umständen die Anwohner, der Elternrat und die Jugendarbeit mit ins Boot geholt werden.»

Der Gemeinderat möchte diese Regelung im September verabschieden können. Ebenso das Konzept und die Kostenschätzung bis für den projektierten Spielplatz östlich des Bienken-Saals, damit dieser im Frühling 2014 eröffnet werden kann.

Trotzdem Ja zur «Nachtwelle»

Obwohl man nicht ganz glücklich sei mit dem derzeitigen Nachtbusangebot, will sich die Gemeinde Oensingen weiterhin für weitere drei Jahre an der «Nachtwelle» beteiligen (Aufwand jährlich etwa 9300 Franken). Man sei, wurde im Rat erklärt, bei der Einführung vor drei Jahren davon ausgegangen, dass dieses Angebot zwischen Solothurn und Olten durchgehend funktioniere. Während die «Nachtwelle» via Oensingen ins Thal führt, kehren die «Moonliner»-Busse in Niederbipp um.

Der Rat fordert den Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu auf, sich für den Zusammenschluss der beiden Nachtlinien einzusetzen.