Beim Kreisschulhaus Bechburg ist eine Multifunktionshalle im Bau. Auf dessen Dach möchte die AEK Energie AG auf eigene Kosten eine 665 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage installieren.

Der Gemeinderat findet, dass die Einwohnergemeinde Oensingen als «Energiestadt» verpflichtet ist, alternative Stromproduktion auf den öffentlichen Gebäuden zu unterstützen. Insofern hätte ein Vertrag für die Dauer von 25 Jahren zwischen Gemeinde und AEK unterzeichnet werden können, doch er wurde zur Überarbeitung zurückgewiesen.

Ärger und Kosten vermeiden

Klar ist, dass die AEK voll für alles aufkommt, von der Planung über Bau, Stromabsatz, Unterhalt und Versicherung. Die Gemeinde sichert der AEK zu, dass die Halle für mindestens 25 Jahre stehen bleibt.

Veränderungen am Dach können nur in Absprache mit der AEK vorgenommen werden; wäre eine Demontage der Anlage nötig, müsste dies die Gemeinde bezahlen. Die Gemeinde erhält 15 000 Franken als einmalige Umtriebsentschädigung sowie rund 580 Franken jährlich für die Dachnutzung.

Abgesehen davon, dass der finanzielle Nutzen nicht allzu üppig sei, will der Gemeinderat einige Details geklärt haben. Insbesondere Christian Müller wies auf Punkte hin, die später für Ärger und für die Gemeinde zu Kosten führen könnten.

Zum Beispiel die Reinigung der Anlage: Das Dachwasser wird direkt in die Dünnern abgeleitet. Falls also Chemie zum Einsatz käme, so müsste das Spülwasser aufgefangen werden. Oder der Rückbau der Anlage: Es könnte ja sein, dass die AEK vor Ablauf des 25-jährigen Vertrags nicht mehr in gleicher Form wie jetzt existiert.

Wer bezahlt dann die Demontage und die Entsorgung des Materials? Um diese und weitere Fakten zu regeln, wird der Vertrag überarbeitet und dem Rat noch einmal zum Verabschieden vorgelegt.

Quartier soll Identität stiften

Das Grundstücksdreieck zwischen Kronengasse, Olten- und Kestenholzerstrasse gilt als Entwicklungszone und soll zu einem «identitätsstiftenden Quartierzentrum im Unterdorf» werden.

Um das zu erreichen, hat der Gemeinderat beschlossen, es sei nicht einfach ein Wettbewerb für Architekten auszuschreiben. Besser sei, in Workshops Ideen zu finden und daraus Grundlagen für das weitere Vorgehen zu entwickeln.

Involviert beim Prozess sind Grundstückeigentümer sowie Fachleute bzw. Architekten, bei denen man bewusst keine einheimischen gewählt habe. Man wolle die Sicht von aussen einfliessen lassen. Für dieses Workshopverfahren ist ein Pflichtenheft erarbeitet worden, das der Gemeinderat verabschiedet hat. Die Workshops werden demnächst gestartet, erste Ergebnisse sind Anfang des kommenden Jahres zu erwarten.

Neuer Schulzahnarzt

Peter Marti ist derzeit der einzige Schulzahnarzt, seit Fritz Schaffner den Vertrag gekündigt und seine Praxis an Norbu Puntsok übergeben hat. Dieser wurde nun als neuer, zweiter Schulzahnarzt gewählt.