Um die 2002 letztmals revidierte Ortsplanung der Einwohnergemeinde Oensingen den aktuellen Verhältnissen und Bedürfnissen anzupassen, hatte der Gemeinderat im November 2014 eine erste Version der total revidierten Ortsplanung zur Vorprüfung an das kantonale Amt für Raumplanung (ARP) verabschiedet.

Als massgebende Bevölkerungsgrösse wurde aufgrund der zu erwartenden Potenziale in den Bauzonen bis 2030 eine Einwohnerzahl von 7500 Personen als Obergrenze gewählt. Auf eine wesentliche Vergrösserung der Bauzone und der Siedlungsgebiete wurde zugunsten von Um- und Aufzonungen verzichtet.

Gebietsweise sollen zudem Gebäude höher gebaut werden können als bisher erlaubt. Weiter wurden mehrere Gebiete mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt und in der Wohnzone Hang – bis jetzt Hang oben und Hang unten – die Strassen- und Baulinienabstände von vier auf drei Meter reduziert. Die öffentliche Mitwirkung erfolgte im Juni und Juli 2015.

Zweite Mitwirkung

Damals brachte die Bevölkerung Anliegen ein, die zum Teil mit den Ergebnissen der Vorprüfung bei der Überarbeitung in die Ortsplanung einflossen. Diese und andere Nachbesserungen sowie Präzisierungen wurden erneut vom ARP vorgeprüft. Ersichtlich werden diese im nun komplett vorliegenden Dossier «Totalrevision Ortplanung Oensingen». Es fasst jene Dokumente zusammen, die gegenüber der ersten öffentlichen Mitwirkung im Juni 2015 wesentliche Änderungen erfahren haben.

Die Bevölkerung soll die Gelegenheit bekommen, sich vor der öffentlichen Auflage Ende Oktober bei einer zweiten öffentlichen Mitwirkung einbringen zu können. Der Gemeinderat hat entschieden, diese Mitwirkung am 16. August im Bienkensaal mit einem Informationsanlass zu starten. Dabei soll primär über die Änderungen gegenüber der ersten Mitwirkung informiert werden. Öffentlich aufgelegt werden der Bauzonenplan, der Gesamtplan, der Strassen- und Baulinienplan, der Gefahrenzonenplan (noch in Abklärung), das Zonenreglement und das Baureglement. Lediglich informativen Charakter haben der Planungs- und Grundlagenbericht und der Mitwirkungsbericht aus der ersten öffentlichen Mitwirkung.

Die öffentliche Mitwirkung läuft bis 31. August. Im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung wird zudem am Samstag, 20. August, von 8.30 bis 10.30 Uhr eine Sprechstunde im Gemeinderatssaal durchgeführt. Die Auswertung der Mitwirkung und der Bericht dazu werden im September erstellt. (eva)