Möglich machen dies einerseits die ehrenamtlich tätige acht Mann starke Dampfgruppe der Oensingen-Balsthalbahn (OeBB) und andererseits Pascal Troller aus Egerkingen, der die vorübergehend in Emmenbrücke abgestellte Lokomotive an den Jurasüdfuss zurückholen wird.

Lok erhält Platz im Verkehrshaus

Troller, dessen Anstrengungen für den Erhalt historischer Kulturgüter in weiten Fachkreisen anerkannt sind, sagt, dass es das Ziel von ihm sei, dem Verkehrshaus der Schweiz die letzte erhalten gebliebene SCB-Dampflokomotive aus der Schweizerischen Lokomotive- und Maschinenfabrik Winterthur dereinst betriebsfähig übergeben zu können. Das gut 30 Tonnen schwere Schienengefährt soll gegen Ende des Jahrzehnts in die nationale Sammlung des Verkehrshauses integriert und in der Folge unter anderem auch im Grossraum Olten anzutreffen sein.

Dass die Revision beziehungsweise die Sanierung mit erheblichen Kosten verbunden sein wird, ist klar. «Ich rechne mit gegen 700 000 Franken», sagt der ehemalige Stadtzürcher Troller. Das mit dem Aufwand sei immer so eine Sache, beschreibt Troller die Situation. «Es ist an sich wie bei einer Wundertüte. Der Revisionsaufwand lässt sich erfahrungsgemäss erst nach der kompletten Demontage eines solchen Objekts genau feststellen.

Kantons- und Swisslosbeiträge

Trotzdem: Im völlig luftleeren Raum werden sich die OeBB-Dampfgruppe und Troller nicht bewegen. «Wir kennen das Innenleben, den Zustand des Dampfkessels und der Feuerbüchse aufgrund der im Vorfeld durchgeführten technischen Untersuchungen weitgehend», kommentiert der Egerkinger, der froh darüber ist, dass mehrere Kantone, darunter die beiden Basel, Bern und Solothurn, substanzielle Beiträge aus dem Swisslosfonds beisteuern werden. Troller hofft zudem, dass aufgrund der historischen Bedeutung dieser Lokomotive auch der Kanton Luzern einen Swisslosbeitrag leisten wird.

Bis Ende Jahr soll in diesem Sinne die Hälfte der notwendigen Mittel beschafft sein. Ab 2015 werde die Beschaffung der privaten Mittel anlaufen, sodass laut Troller ab 2016 die Sanierung ohne Zeitdruck über die Bühne gehen sollte. «Ich rechne mit drei bis vier Jahren ehrenamtlicher Arbeit», hält er fest. Troller ist es ein Anliegen, dass diese Lokomotive der Nachwelt letztlich möglichst im Originalzustand erhalten bleibt.

Pascal Troller, der schon mehrere Industriekulturgüter zu neuem Leben erweckt hat, ist sich bewusst, dass es mit der Sanierung der SCB 41, die vorwiegend auf der SCB-Strecke Basel über Liestal nach Olten (und Luzern und Bern) im Einsatz war, nicht getan ist. Obwohl gemäss Troller die Sensibilität im Bereich der historischen Kulturgüter bei der Bevölkerung grundsätzlich zugenommen hat, ist in den letzten Jahren vieles unwiederbringlich verloren gegangen. «Es würde mich freuen, wenn das Verständnis für die Industriekultur auch bei Politikern noch etwas wachsen würde». Diese zu überzeugen sei oft nicht einfach. Bei Gesprächen müssten jeweils viel Überzeugungsarbeit geleistet und schlagende Argumente vorgewiesen werden. (wwl)

Pascal Troller auf der rostigen SCB 41-Lokomotive.

Pascal Troller, der schon mehrere Industriekulturgüter zu neuem Leben erweckt hat, ist sich bewusst, dass es mit der Sanierung der SCB 41, die vorwiegend auf der SCB-Strecke Basel über Liestal nach Olten (und Luzern und Bern) im Einsatz war, nicht getan ist. Obwohl gemäss Troller die Sensibilität im Bereich der historischen Kulturgüter bei der Bevölkerung grundsätzlich zugenommen hat, ist in den letzten Jahren vieles unwiederbringlich verloren gegangen. «Es würde mich freuen, wenn das Verständnis für die Industriekultur auch bei Politikern noch etwas wachsen würde». Diese zu überzeugen sei oft nicht einfach. Bei Gesprächen müssten jeweils viel Überzeugungsarbeit geleistet und schlagende Argumente vorgewiesen werden. (wwl)