Gemeindepräsident Daniel Lederer konnte trotz Sommerwetter 32 Stimmberechtigte an der Oberbuchsiter Rechnungsgemeindeversammlung begrüssen. Am meisten zu diskutieren gab nicht die Rechnung 2015, sondern der Antrag des Gemeinderates für eine Erhöhung der Personaldotation in den Bereichen Gemeinde-, Bau- und Schulverwaltung um maximal 150 Prozent. Für die erwähnten Bereiche stehen aktuell 415 Stellenprozente zur Verfügung.

Auf die Gemeindeverwaltung inklusive die Elektrizitätsversorgung Oberbuchsiten (EVO) entfallen 320 Prozent, auf die Schulleitung 65 Prozent und auf das Bausekretariat 30 Prozent.
Dem Begehren des Gemeinderates liegt der Schlussbericht einer externen Evaluation der Verwaltungsprozesse zugrunde, der dringenden Handlungsbedarf aufzeigt.

Nach kurzer Diskussion, bei der es nicht zuletzt um die voraussichtliche Kostenfolge ging, genehmigte der Souverän den Antrag mit einer Gegenstimme. Der Gemeinderat wird nun sorgfältig abwägen, wie viele Stellenprozente in welchem Bereich am nutzbringendsten sind.

Fast alle Budgetposten im Plus

Die laufende Rechnung 2015 weist den sehr hohen Überschuss von 1,428 Mio. Franken auf. Wie von Finanzverwalter Robert Nützi zu erfahren war, schlossen fast alle Konten unter Budget oder mit Mehrertrag ab. Hauptgründe für das aussergewöhnlich gute Ergebnis sind höhere Steuererträge bei den natürlichen Personen und vorgezogene Abgrenzungen der Steuervorbezüge an die angepasste Rechnungslegung nach HRM2.

Bei der Investitionsrechnung war die Budgetabweichung ebenfalls markant. Einem Voranschlag von rund 900 000 Franken standen schliesslich Nettoinvestitionen von lediglich 31 399 Franken gegenüber. Grössere Erschliessungsvorhaben wie die Überbauung Rainacker oder der IMP-Neubau wurden noch nicht realisiert. Auch sämtliche Spezialfinanzierungen schlossen mit teils erheblichen Überschüssen ab.

Der Gewinn wird praktisch komplett für zusätzliche Abschreibungen verwendet. Nach HRM2 muss das alte Verwaltungsvermögen über zehn Jahre hinweg linear abgeschrieben werden. Mit dieser einmaligen Abbuchung eröffne sich für die nächsten Jahre mehr finanzieller Spielraum, war zu erfahren.

Die Versammlung winkte sämtliche gemeinderätlichen Anträge in Sachen Laufende Rechnung 2015 durch.

13 Einbürgerungen gutgeheissen

Einbürgerungsgesuche werden seit dem Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde Oberbuchsiten anlässlich der Rechnungsgemeinde beraten. Diesmal lagen insgesamt Gesuche von gleich 13 Personen vor. Die Antragssteller mit Wurzeln in Portugal, Italien, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, der Türkei, dem Kosovo und dem Iran stellten sich selber kurz vor und begründeten nochmals ihre Gründe, weshalb sie die Schweizer Staatsbürgerschaft erlangen möchten.

Nachdem aus der Versammlung keine Fragen zu den beantragten Einbürgerungen gestellt wurden, traten die Gesuchsteller vor der Abstimmung in den Ausstand. Ohne weitere Diskussion oder Gegenstimme genehmigte die Versammlung alle 13 Einbürgerungen.