Kirchgemeinde Balsthal
Nur die Senkung des Steuersatzes gab bei den Katholiken zu reden

Nach mehreren Wortmeldungen gegen eine Senkung beschloss die Versammlung mit einer Zweidrittelmehrheit die Senkung des Steuersatzes.

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Zu reden gab die vorgängig beantragte Senkung des Steuersatzes von aktuell 20 auf neu 18 Prozent der einfachen Staatssteuer. (Archiv)

Zu reden gab die vorgängig beantragte Senkung des Steuersatzes von aktuell 20 auf neu 18 Prozent der einfachen Staatssteuer. (Archiv)

Zur Gemeindeversammlung der römisch-katholischen Kirchgemeinde Balsthal konnte Präsidentin Helen Müller 22 Stimmberechtigte begrüssen. Sie erwähnte, dass sich für die Kirchgemeinde nach dem 2014 erfolgten Beitritt zum Zweckverband Pastoralraum St. Wolfgang viel verändert habe.

Dazu gehöre auch, dass das Seelsorgepersonal vom Zweckverband angestellt und geführt werde. Dies gilt ab Sommer 2017 auch für die Katechetinnen im Nebenamt. Dies habe den Rat dazu bewogen, eine Neuorganisation von Kirchgemeinderat und Verwaltung anzustreben.

Die vorgeschlagene Reduktion der Ressorts und Anzahl Sitze im Kirchenrat von 7 auf 5 Personen wurde von der Versammlung ebenso gutgeheissen wie die Auslagerung des Wahlbüros an die Einwohnergemeinde. Die dafür notwendigen Änderung der Gemeindeordnung wurden einstimmig verabschiedet.

Die Pfarrei ist im Besitz von historischen liturgischen Textilien, Gerätschaften, Büchern, Schriften und Dokumenten. Deren Erhalt soll mit der Einrichtung eines Fonds sichergestellt werden. Das vom Rat vorgelegte Reglement für diesen Fonds und die einmalige Einlage von 30 000 Franken wurden von der Versammlung gutgeheissen.

Daniel Bürgi, Ressortleiter Finanzen, stellte den Finanzplan 2017–2023 vor. Darin enthalten ist für 2017 ein Planungskredit für den Umbau Küche im Pfarreiheim sowie den Ersatz der Elektrogeräte. Vorgesehen ist 2017 ferner die Einrichtung eines Lagers für die erwähnten historischen Wertgegenstände. Beide Vorhaben wurden bewilligt.

Ebenfalls genehmigt wurde das Budget 2017, das einen Ertragsüberschuss von 113 751 Franken vorsieht. Zu reden gab die vorgängig beantragte Senkung des Steuersatzes von aktuell 20 auf neu 18 Prozent der einfachen Staatssteuer.

Begründet wurde der Antrag mit der im Finanzplan aufgezeigten positiven Entwicklung in den kommenden Jahren. Nach mehreren Wortmeldungen gegen eine Senkung beschloss die Versammlung mit einer Zweidrittelmehrheit die Senkung des Steuersatzes. (fwb/rtg)