Der Trainingsplatz auf dem Sportplatz Aesch wird im kommenden Jahr für 445 000 Franken saniert. Die Gemeindeversammlung von Härkingen, an der 45 Stimmenberechtigte teilnahmen, sprach diesen Kredit zuhanden der 2015 geplanten Investitionen ohne Wortmeldung.

Gemeindepräsident Daniel Nützi hat vorgängig ausgeführt, dass die Gemeinde mit dem Resultat des im Jahr 2010 komplett sanierten Hauptspielfelds sehr zufrieden sei. Diese Arbeiten waren damals nötig geworden, weil bei der Erstellung der Rasenflächen beim Sportplatz Aesch ein ungünstiges Mischverhältnis von Humus und Sand verwendet wurde. Die Folge war eine nicht funktionierende Entwässerung, welche den Spielbetrieb des FC Härkingen stark beeinträchtigte.

«Kompromiss ausgehandelt»

Nicht unbestritten war hingegen der Investitionskredit für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt, bei der in einer letzten Etappe die Dorfeinfahrten «West Gunzgen-Cheesturmweg» und «West Cheesturmweg–Ausfahrt Richtung Neuendorf» realisiert werden sollen. An dieses unter der Federführung des Kantons laufende Gesamtprojekt mit Kosten von 646 200 Franken muss die Gemeinde einen Anteil von 26,48 Prozent beisteuern. Abzüglich der zwischen 2012 und 2014 vom Souverän bereits bewilligten Teilkredite von insgesamt 145 600 Franken, verbleiben somit 500 600 Franken, welche die Gemeinde noch an dieses Projekt zu leisten hat.

Aus der Versammlung wurde von Gerhard Studer die Abmessung des beim «Lamm» geplanten Trottoirs bei der Dorfausfahrt in Richtung Neuendorf kritisiert. Die vorgesehene Breite von 80 Zentimeter sei völlig unzureichend und die Benutzung des Trottoirs gefährlich. Dem Rat warf er vor, sich nicht für die Interessen der Dorfbevölkerung einzusetzen.

Nützi entgegnete, dass der Rat hart um diesen Kompromiss gerungen und nicht einfach Ja gesagt habe. Interessen der Denkmalpflege, des Amtes für Verkehr- und Tiefbau, der Grundstückbesitzer und der Gemeinde hätten unter einen Hut gebracht werden müssen.

Gerhard Studer stellte in der Folge den Antrag, das Geschäft zurückzustellen, um eine bessere Lösung für das von ihm beanstandete Trottoir zu erarbeiten. Dieser unterlag mit 33 gegen 5 Stimmen dem Antrag des Gemeinderates, für die Aufrechterhaltung des Kreditantrags, welchen 42 Stimmberechtigte unterstützten. Keine Chance hatte der ebenfalls von Gerhard Studer formulierte Antrag für eine Urnenabstimmung für den vom Gemeinderat beantragten Kredit von 500 600 Franken.

Keine Opposition erwuchs dem Investitionskredit von 100 000 Franken für die im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Dorfeinfahrten nötig werdende Erneuerung der Strassenbeleuchtung mit LED-Technik an der Hauptgasse. Weitere 61 000 Franken wurden für die Sanierung des Pausenplatzbelags gesprochen.

Höhere Steuererträge budgetiert

Zu keinen Diskussion Anlass gab das von Finanzverwalterin Franziska Wyss vorgestellte Budget 2015, das basierend auf den bestehenden Steuersätzen mit 89 Prozent für natürliche und juristische Personen, ein Defizit von 284 334 Franken vorsieht. Im kommenden Jahr wird in Härkingen infolge von Neuzuzügen bei den natürlichen Personen ein höherer Steuerertrag von 250 000 Franken erwartet, bei den juristischen Personen sollen 50 000 Franken zusätzlich in die Gemeindekasse fliessen. Das Budget 2015 wurde einstimmig verabschiedet.