Oensingen
Nun ist die Musikgesellschaft nicht mehr Blau, sondern Anthrazit und Gold

Zu ihrem 25-Jahr-Jubiläum liess sich die Musikgesellschaft neu einkleiden.

Hans Blaser
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Die ersten Töne im neuen Kleid.

Die ersten Töne im neuen Kleid.

zvg

Die Musikgesellschaft Oensingen feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Es ist noch kein grosses. Sie ist einer der jüngsten Musikvereine im Kanton Solothurn, gegründet am 26. Juni 1992. Aber auch 25 Jahre dürfen gefeiert werden.

So sieht sie aus, die neue Uniform der Oensinger.

So sieht sie aus, die neue Uniform der Oensinger.

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Zudem entstand damals der Verein nicht aus dem Nichts. Er ist die Folge eines Zusammenschlusses von drei bisherigen Musikvereinen. Da lohnt es sich, den unverzichtbaren Rückblick weiter zurück als bis zum Gründungsjahr auszudehnen, fand man beim Verein. Aber einfach so zitieren wollte man die Historik auch nicht. Die Idee zu einer musikalischen Geschichte tauchte auf. Im Theatermann Christoph Schwegler und dem Profimusiker Roger Meier fand man das Gespann, dem man den Kraftakt zutraute, diese musikalische Geschichte zu gestalten.

Von ihnen erhoffte man sich auch die Möglichkeit, auf schauspielerische und musikalische Verstärkung zugreifen zu können. Das traf auch ein. Laienschauspieler wurden gefunden. Die musikalische Hauptlast wurde der Young Concert Band Oensingen-Kestenholz anvertraut, die auf die Unterstützung durch Mitglieder der Musikgesellschaft Kestenholz zählen durfte.

Unter diesen Voraussetzungen durften die Probenarbeiten an der musikalischen Geschichte «Tönsinger» beginnen. Die musikalische Leitung übernahm Roger Meier selber. Sie wurde am Freitag zum Höhepunkt der Jubiläumsfeier. Recht subtil wurden die unterschiedlichen Epochen dargestellt, in denen die drei früheren Vereine entstanden. Das gesellschaftliche und politische Umfeld wurde objektiv beleuchtet, die Zuordnungen blieben erkennbar. Alle drei alten Fahnen waren auf der Bühne und wurden von der aktuellen gegrüsst. Aber ihre Geschichte ist seit 25 Jahren vorbei.

Anthrazit und Goldton

Vorbei ist nach 25 Jahren nun auch die Geschichte der ersten Uniform. Die neue versteckte sich noch im dichten Bühnennebel. Nach und nach wurde sie erst erkennbar – schlicht, elegantes Anthrazit. Im Gegensatz zu der glatt gewebten Hose zeigt der auf zwei Knöpfe schliessende Veston ein mittelfeines vertikales Webmuster. Diese dezente Vertikale wird durch zwei eingefasste Seitentaschen unterbrochen. Die einzige Verzierung sind die symmetrisch geformten, aber unterschiedlich verarbeiteten Umlegekragen. Der linke besteht ganz, der rechte teilweise aus einem glatten Stoff, in einem etwas anderen, leicht bläulichen Grauton.

Im linken Kragen prangt der gestickte Schriftzug «MG Oensingen», den rechten verziert ein etwa 3 mm breites Filet im Goldton des Gilets. Dieses wird auf vier Knöpfe geschlossen. Seine Front wurde aus einem gleichmässig gemusterten goldgelb glänzenden Stoff gefertigt.
Dazu wird – nicht ganz alltäglich – ein schwarzes Hemd getragen. Auf diesem kommt die Krawatte besonders gut zur Geltung. Diese weist eine dominantere, diagonal gestreifte Musterung von links nach rechts in Weiss, Gelb, Gold und Anthrazit auf. Die gegensinnige Diagonale weist weisse und hellgraue Streifen auf. Sie passt hervorragend zum Gilet. Das wird wohl die Konzertuniform der Oensinger werden. Eine Kopfbedeckung haben sie keine gewählt.