Von einem fast historischen Rechnungsabschluss sprach Gemeindepräsident Stefan Schneider, als er die Rechnungsgemeindeversammlung im Medienraum das Mehrzweckgebäudes in Welschenrohr eröffnete. Leider waren nur 16 Stimmbürger der Einladung zur Versammlung gefolgt, das sei wohl dem schönen Sommerabend geschuldet.

Zunächst wurden der Versammlung einige Nachtragskredite zur Kenntnis gebracht. Insgesamt sind dies gut 230'000 Franken, welche aber durch den guten Abschluss der Rechnung nicht in Betracht fallen.

Mehr Steuern, weniger Spitex

Fiko-Präsident Beat Allemann erläuterte die Rechnung. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von exakt 477'787 Franken. Budgetiert war lediglich ein Ertragsüberschuss von knapp über 63'000 Franken. «Das gute Resultat ist in erfreulich hohen Steuererträgen und geringeren Spitexkosten zu finden», so Allemann. So waren beispielsweise 2,1 Millionen Franken Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen budgetiert. Eingenommen konnten fast 3 Millionen Franken. Ebenso erfreulich sind die Einnahmen bei den juristischen Personen.

Hier wurden zunächst von 180'000 Franken ausgegangen, eingenommen konnten aber 416'000 Franken. Der Gemeinderat beantragt, den Ertragsüberschuss ins Eigenkapital zu überführen. Dieses würde sich somit auf eine gute Million erhöhen. «Dass ich das in meinem Amt als Fikopräsident erleben kann, macht mich schon stolz», freute sich Allemann.

Nettoinvestitionen wurden für 433'000 Franken realisiert, rund 144'000 Franken weniger, als budgetiert. Die Verschuldung pro Einwohner beträgt derzeit 1495 Franken und der Selbstfinanzierungsgrad der Gemeinde liegt bei 191 Prozent.

Die Erfolgsrechnung zeigte dann, dass in der Gemeinde haushälterisch mit den Mitteln umgegangen wurde, «was auch in Zukunft – trotz dem guten Rechnungsabschluss – so bleiben sollte», sagte Allemann. Hier zeigte sich, dass insbesondere im Bereich «Gesundheit» Einsparungen gemacht werden konnten, da die Spitexbeiträge um 66'000 Franken geringer ausfielen, als budgetiert. Hingegen musste für die Sozialhilfe über 20'000 Franken mehr aufgewendet werden als budgetiert.

Auch die Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfall schlossen alle positiv und stehen gesund da. Die Versammlung beschloss, die Gemeinderechnung 2017 zu einstimmig zu genehmigen. Beat Allemann erörterte danach noch den Finanzplan der Gemeinde bis ins Jahr 2023 bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 124 Prozent. Es zeigte sich, dass die Finanzen der Gemeinde im Lot bleiben sollten, resümierte Schneider.

Die Versammlung genehmigte zum Schluss noch die Weiterführung des Kredites in der Höhe von 100'000 Franken für die Wohnbauförderung. Dieses sei ein Erfolgsmodell, meinte der Gemeindepräsident, können doch junge Familien mit Darlehen bis zu 20'000 Franken für ihr Eigenheim unterstützt werden.