Niederbuchsiten
Neues Demenzzentrum Stapfenmatt nimmt Betrieb auf

Vor dem Umzug der Demenzabteilung des Alterszentrums Sunnepark Egerkingen ins neue Demenzzentrum Stapfenmatt luden die Verantwortlichen zur Besichtigung des Hauses ein.

Erwin von Arb
Merken
Drucken
Teilen
Die sanft renovierten Räumlichkeiten wurden interessiert begutachtet.

Die sanft renovierten Räumlichkeiten wurden interessiert begutachtet.

eva

Auf Einladung der Genossenschaft Alterbetreuung und Pflege Gäu (GAG) nutzten Gemeindepräsidenten und Delegierte aus Gäuer Gemeinden die Gelegenheit, um das während vier Monaten für rund 850 00 Franken zum neuen GAG-Demenzzentrum umgebaute Alters- und Pflegeheim Stapfenmatt in Niederbuchsiten zu besichtigen. Dort werden künftig Demenzkranke aus den Alterszentren Roggenpark Oensingen und Sunnepark Egerkingen zentral betreut.

Nach der Begrüssung durch GAG-Verwaltungsratspräsident Alfons von Arx erklärte Gina Kunst, Bereichsleiterin Pflege und Betreuung, den rund 30 Anwesenden, dass in der «Stapfenmatt» ein neues Konzept in Anlehnung an das holländische Demenz-Dorf De Hogewei umgesetzt werde. Dieses sehe in Niederbuchsiten die Betreuung von an Demenz erkrankten Personen in Gruppen von sieben, acht und zehn Personen vor. Auf zwei der drei Etagen werde der Lebensstil «bäuerlich-ländlich» sowie auf einer Ebene ein gehobener Lebensstil angeboten. Ziel sei, die Menschen ein möglichst normales Leben führen zu lassen, so wie sie es früher getan hätten, so Kunst.

Einzug erfolgt in zwei Etappen

Einziehen in die «Stapfenmatt» wird ab heute Montag in zwei Etappen die gesamte Demenzabteilung vom Alterszentrum Sunnepark Egerkingen mit 25 zu betreuenden Personen sowie mit rund 20 Pflegefachkräften, wie GAG-Pflegeexpertin Franziska Büttler-Jeker beim Rundgang durch die sanft renovierten Räumlichkeiten erwähnte. Um den künftigen Bewohnern der «Stapfenmatt» den Umzug zu erleichtern, werden die Zimmer vorgängig von den Angehörigen eingerichtet. Mit der Platzierung von persönlichen Gegenständen soll das Gefühl vom «Daheimsein» vermittelt werden. «Wir versuchen möglichst, jeglichen Stress für die umziehenden Personen zu verhindern», versicherte Franziska Büttler-Jeker.

Herzstück des neuen GAG-Demenzzentrums ist die grosszügige und in sich geschlossene Gartenanlage, wo sich die Heimbewohner frei bewegen können. «Er ist ein erweiterter Lebensraum und passt perfekt in unser Konzept», so die Pflegeexpertin. Die Demenzabteilung im ‹Sunnepark› Egerkingen sei in dieser Beziehung suboptimal gewesen.

Beeindruckt zeigte sich nach dem Rundgang nicht nur der Oensinger Gemeindepräsident Markus Flury, der fand, dass tolle Arbeit geleistet worden sei. Johanna Bartholdi als Präsidentin der Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu zeigte sich überzeugt, dass mit der Inbetriebnahme «Stapfenmatt» eine neue Ära bei der Betreuung von Demenzkranken begonnen hat.

Bewilligung für sieben Jahre

Die vom Kanton erteilte Betriebsbewilligung läuft bis 31. März 2021, wie Alfons von Arx bemerkte. «Diese Zeit wollen wir nutzen, um möglichst gute Arbeit zu leisten». Wie es nach 2021 weiter gehe, sei noch offen. (eva)