Oensingen
Neues Abfallkonzept am Zibelimäret bewährte sich

Am Montagabend ging in Oensingen der 49. Zibelimäret zu Ende. Um Abfall zu vermeiden, wurden an den drei Markttagen erstmals Mehrwegbecher verwendet. OK-Präsident Hans Schnider sagt, wie das neue Abfallregime bei Standbetreibern und Marktbesuchern ankam.

Erwin von Arb
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Am Zibelimäret gab es viel weniger Abfall als im Vorjahr.

Am Zibelimäret gab es viel weniger Abfall als im Vorjahr.

Patrick Lüthy

Herr Schnider, wie gross war der Publikumsaufmarsch am diesjährigen Zibelimäret in Oensingen?

Hans Schnider: Wegen des ausgesprochen schönen Herbstwetters kamen an allen drei Marktagen sehr viele Besucherinnen und Besucher aus nah und fern an den Zibelimäret. Eine genaue Zahl lässt sich wegen des offenen Marktgeländes nicht beziffern. Es waren aber sicher wiederum mehrere Zehntausend.

Zibelimäret-OK-Präsident Hans Schnider

Zibelimäret-OK-Präsident Hans Schnider

Bruno Kissling

Wie hat sich das neue Abfallkonzept mit der Einführung von Mehrwegbechern bewährt?

Grundsätzlich sehr gut, es konnte ein klarer Rückgang der Verschmutzung des Marktareals festgestellt werden. Doch dieser Erfolg gelang nur dank der guten Umsetzung des Mehrwegsystems durch die Standbetreiber.

In welchem Umfang konnte die Abfallmenge reduziert werden?

Die Zahlen müssen erst noch ausgewertet werden, doch die Reinigungsequipen der Gemeinde Oensingen konnten einen klaren Rückgang an Halbliter-PET-Flaschen und Getränkedosen im Abfall feststellen. Auch die noch vorhandenen, in Säcken bereitgestellten Mengen konnten separiert eingesammelt werden. Möglich war dies wegen der Pfandabgabe auf PET-Flaschen und Dosen.

Am Zibelimäret
10 Bilder
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Abendstimmung am Zibelimäret in Oensingen.

Am Zibelimäret

Patrick Lüthy

Von Vereinen gab es aber auch viel Kritik wegen des Mehraufwandes oder weil vorhandenes Geschirr nicht mehr benutzt darf. Wie geht die Marktleitung damit um?

Das OK Zibelimäret Oensingen wird jede Kritik aufnehmen und prüfen. Welche wirklichen Mehraufwände sich ergeben haben, gilt es in der Nachbearbeitung des Anlasses zu ermitteln. Diese müssen auch den Vorteilen und dem Nutzen gegenübergestellt werden. Wir werden aber sicher nicht darauf hinarbeiten, dass Vereine vorhandenes Mehrweggeschirr künftig nicht mehr benützen dürfen.

Gibt es noch Spielraum für eine differenzierte Umsetzung des neuen Abfallkonzepts?

Für die Erreichung eines Ziels müssen Vorgaben und Richtlinien geschaffen werden, welche von beiden Seiten erreicht und eingehalten werden können. Einen gewissen Spielraum für individuelle Lösungen gibt es natürlich immer.

Wie haben die Marktbesucher auf das neue Abfall-Regime reagiert?

Für viele war dies nichts Neues, da das Mehrwegsystem bereits an vielen grösseren Events oder Anlässen in der Region bereits seit mehreren Jahren ein Bestandteil ist.

Am 50. Zibelimäret im Jahr 2017 soll neben Mehrwegbechern auch Mehrweggeschirr für Esswaren eingeführt werden. Bleibt es bei dieser Zielsetzung?

Wir wollen zuerst die Resultate und Erfahrungen der Einführung des Mehrwegbechers und die Pfandabgabe auf PET-Flaschen und Dosen mit den Standbetreibern auswerten. Danach wird über das weitere Vorgehen und die mögliche Einführung von Mehrweggeschirr am
Zibelimäret 2017 befunden.

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