Oensingen
Neuer Leiter Verwaltung soll Stelle bald antreten

Die seit Februar 2016 vakante Stelle des Leiters Verwaltung soll bis Anfang März neu besetzt werden. Dies hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt.

Erwin von Arb
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Die Gemeinde Oensingen sucht einen neuen Verwalter

Die Gemeinde Oensingen sucht einen neuen Verwalter

Bruno Kissling

Fast ein Jahr benötigte der Oensinger Gemeinderat, um die seit Anfang Februar 2016 vakante Stelle Leiter Verwaltung neu auszuschreiben. Diesen langen Zeitraum sei nötig gewesen, um die Voraussetzungen für eine langfristige Besetzung dieser Stelle mit der richtigen Person zu schaffen, erklärt Gemeindepräsident Markus Flury auf Anfrage.

In der Vergangenheit hatte Oensingen in personeller Hinsicht nicht immer eine glückliche Hand und musste deshalb auf Gemeindeverwaltung mehrere Wechsel von Führungskräften verkraften. Dazu zählen die Abgänge von Pascal M. Estermann als Stabschef des Gemeinderates per Ende 2013 sowie jener von Rolf Niederer im März 2014 als Leiter Verwaltung. Beide suchten neue Herausforderungen.

Niederer war im Oktober 2009 als Leiter Finanzen in die Dienste der Einwohnergemeinde getreten. Im Mai 2013 übernahm er zusätzlich den Posten als Leiter Verwaltung und hatte bis zu seinem Wechsel in die Nachbargemeinde Niederbipp beide Funktionen inne.

Im März 2014 konnte die Gemeinde mit Manuela Perillo eine neue Leiterin Finanzen verpflichten. Auf den gleichen Zeitpunkt hin wurde auch die Anstellung von Peter Saner als neuer Leiter Verwaltung bekannt gegeben. Die beiden Führungskräfte würden genau dem von Gemeinderat erstellten Anforderungsprofil entsprechen, hatte die Gemeinde damals vermeldet.

Dass dies offenbar nicht in allen Belangen zutraf, erfuhr die Öffentlichkeit Anfang Februar 2016 mit der sofortigen Freistellung des Leiters Verwaltung. Als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wurden unterschiedlichen Vorstellungen in Fragen der Führung und der Weiterentwicklung der Gemeindeverwaltung genannt.

Hierarchien klar definiert

Nicht zuletzt deshalb hat sich der Gemeinderat in den letzten Monaten intensiv mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt, wie Flury erwähnt. An drei Workshops hatten der Gemeinderat und die Abteilungsleiter unter externer Führung die Abläufe auf der Gemeindeverwaltung ausgeleuchtet und die Hierarchien klar definiert. Gemäss neuem Organigramm wird der Leiter Verwaltung dem Gemeinderat und dem Gemeindepräsidenten unterstellt sein. Dem Leiter Verwaltung sind die Gemeindeschreiberin sowie sämtliche Angestellte der Gemeinde unterstellt.

Nachdem diese Arbeiten grossmehrheitlich abgeschlossen sind, hat sich der Rat zum Ziel gesetzt, die Stelle Leiter Verwaltung möglichst bald wieder zu besetzen. Anfang März wurde als möglicher Stellenantritt ins Auge gefasst. Auf der Suche nach einer geeigneten Person für diese Stelle wird der Gemeinderat von der auf solche Aufgaben spezialisierte Pumag Consulting AG unterstützt erste Inserate in Printmedien und im Internet wurden bereits publiziert.

Arbeitsplatzanalyse läuft noch

Flury ist zuversichtlich, dass der anvisierte Zeithorizont eingehalten werden kann. Via Internet gebe es schon zahlreiche Reaktionen auf das Stelleninserat der Einwohnergemeinde. Für die Gemeinde wäre eine rasche Lösung von Vorteil, weil danach Andreas Affolter nicht mehr der Doppelbelastung als Leiter Bau und Ad-interim-Leiter Verwaltung ausgesetzt wird. Entlastet würde damit auch Gemeindeschreiberin Madeleine Gabi, die seit dem Fehlen eines Leiters Verwaltung für das Gemeindepersonal zuständig ist sowie nicht zuletzt auch Flury selbst.

Noch am Laufen ist die Analyse und Bewertung der Arbeitsplätze in der Gemeinde. Diese habe nicht zum Ziel, Personal einzusparen, sondern dieses effizient einzusetzen. «An den von der Gemeindeversammlung im Dezember bewilligten 3530 Stellenprozenten, verteilt auf 51 Personen, wollen wir nicht rütteln», versichert Flury.

Auch diesen Prozess will der Gemeinderat möglichst schnell über die Bühne bringen. «Wir wollen dem Leiter Verwaltung den Einstieg erleichtern und dem neu gewählten Gemeinderat eine funktionierende Gemeindeverwaltung übergeben», meint Flury zur Zielsetzung. Bei den Gemeinderatswahlen vom 23. April werden neben Markus Flury vier weitere Gemeinderäte nicht mehr antreten.

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