12 Stimmberechtigte genehmigten einstimmig den von Verwalterin Hedi Büttler-Schaad präsentierten Voranschlag 2016 der Bürgergemeinde Laupersdorf. Diese sieht bei einem Aufwand von 151 875 Franken und einem Ertrag von 162 714 Franken einen Ertragsüberschuss von 10 839 Franken vor.

Die Gesamtrechnung der Bürgergemeinde besteht aus den drei Teilbereichen Bürgerrechnung, Allmend-Rechnung und Forst-Rechnung.

Bürgerrechnung sieht Defizit vor

Die Bürgerrechnung (Bürgerrat, Verwaltung, Beiträge an Organisationen) sieht bei einem Aufwand von 48 570 Franken und einem Ertrag von 18 521 Franken (entspricht dem Zinsertrag) ein Defizit von 30 049 Franken vor. Weiterhin bezahlt die Bürgergemeinde einen Beitrag von 5000 Franken an die Seniorenfahrt, welche die Einwohnergemeinde (Kulturkommission) jährlich organisiert. Auch offeriert die Bürgergemeinde den Apéro beim traditionellen Adventskonzert.

Bei der Allmend-Rechnung ist bei einem Aufwand von 47 320 Franken und einem Ertrag von 87 993 Franken ein Ertragsüberschuss von 40 673 Franken budgetiert. Hauptausgabeposten sind die Besoldung des Weidhirten, die Unterhaltskosten für die Weidhütte Goleten, der Weidebetrieb, die Drainage und der Lebhag im Gebiet Goleten. Neu ins Budget 2016 aufgenommen wurde ein Planungskredit für die Weidhütte Goleten von 5000 Franken.

Die Allmend-Kommission prüft, ob in der Weidhütte Goleten ein Ganzjahresstall realisiert werden könnte. Die Landwirte wären daran interessiert, wie eine Umfrage und Aussprache ergaben. Haupteinnahmequellen der Allmend-Rechnung sind die Allmend-Pachtzinse, die Weidtaxen und der Sömmerungsbeitrag.

Forstbetrieb Mittleres Thal startet

Das Budget der Forst-Rechnung 2016 sieht im Vergleich zu den Vorjahren ganz anders aus. Neu gibt es ab 1. Januar 2016 den eigenständigen Forstbetrieb Mittleres Thal mit eigenem Budget und eigener Rechnung. Diesem Forstbetrieb ist die Bürgergemeinde Laupersdorf angeschlossen.

Somit verbleiben in der Forst-Rechnung lediglich die Waldhütte mit Kinderspielplatz auf dem Hasenbödeli (Besoldung Betreuer, Unterhalt, Versicherungen, Vermietung) und der Werkhof / Holzschnitzel-Schopf (Unterhalt, Versicherungen, Vermietung). Damit der neue Forstbetrieb Mittleres Thal mit einem Eigenkapital von 350 000 Franken starten kann, steuert die Bürgergemeinde Laupersdorf einmalig einen Beitrag von 36 050 Franken bei und als Beitrag an gemeinwirtschaftliche Leistungen 13 585 Franken.

Der Werkhof und Holzschnitzelschopf wird an den Forstbetrieb vermietet. Dies generiert für die Bürgergemeinde Laupersdorf einen Beitrag von 22 500 Franken. Vom Finanzausgleich wird ein Beitrag von 31 200 Franken erwartet.

Bald 30-jähriger Kran wird ersetzt

«Im Jahre 1988, als der Werkhof und Schnitzel-Schopf der Bürgergemeinde Laupersdorf neben der Dünnern erbaut wurden, schaffte man einen hydraulischen Schläpfer-Kran an. Dieser ist nun beinahe 30 Jahre alt und musste bisher jährlich 2500 bis 3000 Kubikmeter Holzschnitzel bewegen», berichtete Stefan Eggenschwiler, Präsident der Bürgergemeinde Laupersdorf.

In den letzten Jahren hätten die Reparaturkosten zugenommen. Betroffen waren vor allem die Schaufel, die Schläuche und das Antriebsrad. Der Bürgerrat beantragte nun der Versammlung, diesen Kran durch einen neuen Kran zu ersetzen. Der neue Kran verfügt über eine grössere Schaufel und eine höhere Hublast.

Der Bedarf an Holzschnitzeln hat in den letzten Jahren stark zugenommen, vor allem werden viel mehr Holzschnitzel nach Matzendorf geliefert. Die Versammlung genehmigte den Kredit von 50 000 Franken für die Anschaffung eines neuen Krans einstimmig.

Bergstrasse-Hellchöpfli

Ebenso einstimmig genehmigte die Versammlung eine neue Vereinbarung mit Armasuisse Immobilien (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS) über die Festlegung des Kostenverteilers für den Strassenunterhalt der Zufahrtsstrasse Laupersdorf-Hellchöpfli.

Die jährlichen Unterhaltsarbeiten beinhalten die Grundreinigung, Ausbesserungs- und Flickarbeiten, Instandhaltung der Wegränder, periodische Reinigung der Querentwässerungen und deren Ausbesserungsarbeiten im Bereich des Strassenperimeters.

Bei militärischen Bedürfnissen ist der Winterdienst Sache des Bundes. Schäden, welche durch die Forstwirtschaft entstehen, gehen vollumfänglich zulasten der Bürgergemeinde.

Der minimale jährliche Strassenunterhaltsbeitrag an der Zufahrtsstrasse Laupersdorf-Hellchöpfli durch den Bund beträgt 40 Prozent. Ab einer Belegung von mehr als 80 Tagen wird die prozentuale Beteiligung durch den Bund entsprechend der Belegungstage bis maximal 80 Prozent erhöht.