Für den ersten Teil der Feierlichkeiten wagten sich alle nach draussen – unter das Vordach der Schule gedrängt. Vergangene Woche beschäftigte in Härkingen die Themenwoche «Projekt Wasser» über 100 Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse. Gemeinsam mit allen Lehrpersonen genossen sie die Spezialwoche – und durften den Eltern sowie allen Interessierten an der Schulschlussfeier ihre kreative Seite präsentieren: Unter der Leitung von Silja Coutsicos (Künstlerin) und Brigitte Wyss (Werklehrerin) gestalteten die Kinder den neuen Pausenplatzbrunnen in Härkingen. Die 6. Klasse enthüllte das Kunstwerk unter den lobenden Worten der demissionierenden Schulleiterin Irene Isch.

Brunnen verzauberte

Verliebt lächelte der Froschkönig auf dem Pausenplatz, sein Krönchen leuchtete – das sehr liebevoll gemachte Kunstwerk sorgte für staunendes Raunen und lauten Applaus. «Der ist ja total schön», tönte es begeistert von einer Besucherin. Bereits vergangenen November hatten die Vorbereitungen für die Projektwoche Wasser begonnen. Stephan Nützi leitete das Projekt, welches im Rahmen des Jubiläums 100 Jahre Wasserversorgung Untergäu durchgeführt wurde – und der Grundtenor schien durchwegs positive Rückmeldungen zu enthalten, wie Gemeinderat André Grolimund lobend erwähnte.

Schulleiterin Isch verabschiedet

Auch in der trockenen Sicherheit der Mehrzweckhalle waren die Kinder der Rahmen des Programms – oder wie André Grolimund meinte: «Genug geredet – jetzt wird getanzt und gesungen.» In blauen Froschkönig T-Shirts, mit Bällen, farbenfrohen Wedeln, viel Rhythmusgefühl und einem breiten Lächeln im Gesicht, holten die 2./3. Klasse unter der Leitung von Valeria Santangelo und Ursi Kissling die Besucherinnen und Besucher zum zweiten Teil der Festivitäten ab. Die Kinder waren es auch, welche der Übergabe des Schulleiter-Amtes gewisse Emotionen verliehen. Als Irene Isch ihr Amt nach neun Jahren abgab, strömten sie auf die Bühne und übergaben einzeln oder in Gruppen kleine Abschiedsgeschenke – Selbstgebasteltes, Zeichnungen und Briefe sowie ein Regenschirm von den Eltern, als symbolischen Schutz für alles Kommende.

Erst mal in die Ferien

Nebst ihrer Funktion als Schulleiterin geht für Isch nach 39 Amtsjahren auch ihre Zeit als Lehrerin zu Ende. «Und wisst ihr, was ich das Schönste fand? Dass ich euch Kinder alle beim Namen kannte», so Isch. Sie übergab bei der symbolischen «Schlüsselübergabe» Remo Eckert, dem neuen Schulleiter ab dem Schuljahr 2013/2014, keinen Schlüssel, sondern eine Uhr – für das momentan noch etwas allzu leere Büro. «Im Moment fühle ich mich erfüllt. Ich werde die Zeit hier dann wohl im Nachhinein vermissen», zeigte sich Isch nach der Feier gelassen. Noch ist die Übergabe am Laufen und es stehen den beiden einige intensive Übergangstage bevor. Da er die kantonale Situation bereits kenne, werde er sich besonders in die lokalen Gegebenheiten einarbeiten müssen, so Eckert. Alles zu seiner Zeit – jetzt geht es erst mal in die Ferien.