Wie in dieser Zeitung bereits vermeldet, hab Coop und Migros beschlossen, nach einem rund vierjährigen juristischen Seilziehen mit dem VCS um die Bewilligung des Gestaltungsplans «Gäupark 2014» die Reissleine zu ziehen. Und: Statt des vorgesehenen Ausbaus wurde eine Redimensionierung des Gäupark-Areals angekündigt. Am 15. respektive und 20. Juni haben Coop und die Migros Aare beim Egerkinger Gemeinderat das gleichlautende Begehren gestellt, den Gestaltungsplan «Gäupark 2014» zurückzuziehen und einen bewilligungsfähigen Gestaltungsplan zu initialisier.

Auf Zirkularweg entschieden

Um die Sistierungsfrist des Rechtsstreits beim Verwaltungsgericht einzuhalten zu können, musste die Zustimmung des Gemeinderats im Zirkularverfahren ermittelt werden. In den neuen Gestaltungsplan aufgenommen wird unter anderem das anfangs dieses Jahres von Coop erworbenen Areal von Möbel Märki, wo ein Hobby-+Bau-Fachmarkt entstehen soll. Nötig wird diese Umnutzung, weil der Mietvertrag von Coop mit der Migros Aare für den Hobby-+Bau-Fachmarkt im Gäupark West ausläuft. Weitere Pläne der beiden Grossverteilen wurden bisher nicht bekannt.

Der Gemeinderat beschloss, nach einem ersten gemeinsamen Gespräch mit der Planungskommission die Initialisierung des neuen Gestaltungsplans für den Gäupark unverzüglich aufzunehmen. Unter Berücksichtigung der Vorkenntnisse der Situation wird auf eine Ausschreibung des Auftrages zu verzichtet.

Erschliessung Steinbruch

Der Gemeinderat hat ferner einen Kredit von 46'000 für die Neuerschliessung des Steinbruchs Vorberg gesprochen. Diese neue Erschliessung muss bis zum 30. Juni 2019 öffentlich aufgelegt werden, weil ansonsten der Pachtvertrag zwischen der Bürgergemeinde und der STAG Steinbruch AG aufgelöst würde. Wenn dies nicht gelingt oder die Erschliessung nicht realisierbar ist, darf der Steinbruch ab erwähntem Datum nur noch vier Jahre weiter betrieben werden.

Den Auftrag für die Prüfung von Varianten und erteilte der Gemeinderat dem Ingenieurbüro BSB + Partner Ingenieure und Planer. Der Auftrag beinhaltet die Prüfung von Varianten für die Erschliessung des Steinbruchs von der Solothurnerstrasse kommend über die Müslenstrasse, Sandackerstrasse via Sandacker und die Steinbruchstrasse sowie die Optimierung des Vorprojektes bis und mit Planauflage.