Gemeinderat Mümliswil

Neuer Gemeindeschreiber und Neuerungen in der Verwaltung: Ein Dorf steht vor Veränderungen

Blick Richtung Gemeindehaus (hinten mit Flagge). Im Vordergrund das Gemeindewappen in Stein auf dem Lindenplatz.

Im Dorf Mümliswil

Blick Richtung Gemeindehaus (hinten mit Flagge). Im Vordergrund das Gemeindewappen in Stein auf dem Lindenplatz.

Die Gemeinde Mümliswil-Ramiswil wird die Stelle des Gemeindeschreibers neu ausschreiben und gleichzeitig die Verwaltung für die Zukunft fit machen.

Die Mitfahrplattform «HitchHike», welche durch die Arbeitsgruppe Mobilität des Vereins Region Thal lanciert wird, soll in Mümliswil und Ramiswil Stellplätze bekommen. Darüber informierte der Mümliswiler Gemeindepräsident Kurt Bloch die Gemeinderatsmitglieder an seiner letzten Sitzung am Donnerstag. Es werden Stellplätze für mitfahrwillige Pendler sein. In Ramiswil soll auf dem Platz beim Schulhaus ein entsprechendes Feld markiert werden, in Mümliswil gibt es auf dem Platz hinter der Post genügend Raum dafür. Mitfahrwillige können sich dann via App als Fahrer oder Mitfahrer melden.

Der Gemeinderat nahm auch einen ersten Augenschein von den Plänen der geplanten Sanierungsetappe Dorfstrasse in den Bereichen zwischen Geschäft ab «Möbel Kamber» bis ehemalige Limmernschlucht. Derzeit ist das Projekt noch in der Vernehmlassung. Die Bauarbeiten sollten – wenn alles rund läuft – nach dem Nordwestschweizerischen Jodlerfest im Juli beginnen können.

Neue Pensenaufteilung gewünscht

Der Gemeinderat diskutierte das weitere Vorgehen in Sachen Stellenausschreibung Gemeindeschreiber. Das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Stelleninhaber wurde auf Ende März – aus gesundheitlichen Gründen – aufgelöst. Die Mümliswiler Gemeindeordnung besagt, dass der Gemeinderat ermächtigt ist, die Stellenprozente innerhalb der Gemeindeangestellten zu beschliessen, dass allerdings keine Stellenerhöhungen möglich seien. Für eine solche müsste die Gemeindeversammlung zustimmen.

Gemäss Kurt Bloch ist aber die Gemeindeverwaltung mit 400 Stellenprozenten gut dotiert. Zu diskutieren gibt einzig die Verteilung der Stellenprozente. Seiner Meinung nach, ist eine Neubesetzung des Gemeindeschreiberpostens zu 100 Prozent nicht nötig. Rund 40 Prozent seien völlig ausreichend. Hingegen sei eine Verwaltungsstelle für die dadurch frei werdenden 60 Prozent denkbar. Der Rat folgte diesen Ausführungen und beschloss letztlich, dass dem Gemeinderat zunächst ein Vorschlag für eine Stellenausschreibung «Gemeindeschreiber» vorzulegen sei. Zudem soll das Pflichtenheft dieses Amtes überprüft und wo nötig aktualisiert werden.

Vertrag zum Bevölkerungsschutz

Seit fünf Jahren läuft im Gäu und Thal die Planung über einen Vertrag «Bevölkerungsschutz Thal-Gäu». Nach Information von Kurt Bloch sei man jetzt so weit, dass ein Vertrag vorliege, der von allen 18 Gemeinden akzeptiert und unterzeichnet werden könne. Der Gemeinderat liess sich diesen erklären und stellte sich hinter das Vertragswerk. Bloch ist zuversichtlich, dass bis Mitte Mai alle Gemeinden dem Vertrag zustimmen werden.

Eine weitere Diskussion entspann sich um die Beiträge der Gemeinde für den neuen kantonalen Feuerwehrverband und den gleichzeitig noch bestehenden Verband Thal. Mümliswil-Ramiswil wird dem neuen kantonalen Verband beitreten und den Beitrag bezahlen, so der Beschluss. Allerdings wolle man mehr Budgetkenntnisse über den Verband Thal-Gäu, um auch dort noch Gemeindebeiträge zu bewilligen. Man anerkenne die Arbeit des Bezirksverbandes, wurde betont. Allerdings müsse dieser mit Beitragskürzungen aus dem Guldental rechnen.

Der Gemeinderat stimmte der Schaffung einer Lehrerstelle für Schlagzeugunterricht zu; ebenfalls dem Antrag der Musikschulkommission um eine Stellvertretung für den Streichensemble-Unterricht. Grünes Licht gab es auch für den Ersatz veralteter Notebooks der Schule, wie bereits im Budget geplant.

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