Laupersdorf
Neue Räume für das Tagesheim Sonnehuus

Das Tagesheim Sonnehuus in Laupersdorf platze aus allen Nähten. Jetzt konnten neue Räume gefunden werden: Das Tearoom Vorstädtli wird umgebaut und zum Haus der Betreuung.

Walter Schmid
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Edgar Kupper, Peter und Brigitta Röösli-Huber und Christian Angst (v.l.) enthüllen die «Sonnehuus»-Tafel.

Edgar Kupper, Peter und Brigitta Röösli-Huber und Christian Angst (v.l.) enthüllen die «Sonnehuus»-Tafel.

Walter Schmid

Eitel Sonnenschein war dem Sonnehuus-Fest in Laupersdorf beschieden. Viele Gäste, Angestellte, Betreute und Besucher trafen sich zu Festakt, Enthüllung des neuen Namenszuges und Besichtigung der Räume. Vor neun Jahren gründete die freischaffende Pflegefachfrau Brigitta Röösli-Huber in ihrem Haus in Aedermannsdorf das Tagesheim Sonnehuus.

Sie pflegte ihre an Alzheimer erkrankte Mutter und sah die Möglichkeit, weitere Menschen aufzunehmen. Sie baute das Angebot mit der Aufnahme psychisch erkrankter Menschen, Tagesstruktur für IV-Berechtigte und der Tagesbetreuung von Kindern aus. Was aus privater Initiative entstand, wurde 2014 mit der Gründung des Trägervereins Sonnehuus auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt.

«Wir brauchen mehr Platz»

Die steigende Nachfrage sprengte den bisherigen Rahmen. Deshalb hielt man Ausschau nach neuen, grösseren Lokalitäten. «Es ist der Erfolg, der uns nach Laupersdorf bringt», erklärte Christian Angst, Präsident des Vorstandes Sonnehuus Trägerverein.

Auf der Suche sei man auf die Liegenschaft des ehemaligen Tearooms Vorstädtli in Laupersdorf gestossen. «Sie bietet mit ihrer Grösse ideale Bedingungen, liegt zentral und ist ausbaufähig», begründete Angst. Das Bauprojekt wird mit Kosten von rund 1,5 Mio. Franken veranschlagt, davon eine Million für den Erwerb der Liegenschaft, die vorerst nur gemietet wird. Der Trägerverein ist dabei auf Spenden angewiesen, er bietet verschiedene Mitgliederkategorien an und hofft auf zahlreiche Gönner.

«Nebst meiner Familie arbeiten verschiedene Fachpersonen mit, die hoch qualifizierte Arbeit leisten», erklärte die Leiterin des Sonnehuus, Brigitta Röösli-Huber, und stellte ihr Team vor. Noch muss der Kanton respektive das Amt für soziale Sicherheit dem neuen Konzept zustimmen, einem Konzept, das die Betreuung verschiedener Menschengruppen vom Kind bis zum alten Menschen umfasst. Die Spitex kann wie die öffentliche Spitex mit der Krankenkasse abrechnen und unterliegt den gleichen Bewilligungen und Kontrollen.

Die Politik steht dahinter

«Wir sind froh, dass wieder Leben in dieses Haus kommt», sagte der Laupersdörfer Gemeindepräsident Edgar Kupper. Er hofft auf gutes Gelingen und denkt an mögliche Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Gemeinde, wie zum Beispiel mit dem Mittagstisch. Die Behörden von Laupersdorf stehen hinter dem Projekt und stellen weiterhin die guten Dienste zur Verfügung.

Auch Nationalrat Stefan Müller-Altermatt lobte das Projekt Sonnehuus. Er nannte die Probleme, die sich aus der höheren Lebenserwartung ergeben, unterstützt deshalb neue Formen der Betreuung und hofft, dass diese nicht dem Kontrollwahn zum Opfer fallen.

Neuer Name

Gut sichtbar präsentiert sich nun die Tafel am Gebäude mit der Aufschrift «Sonnehuus». Damit verschwindet mit «Vorstädtli» der wohlbekannte Name einer Gaststätte. Ursprünglich war im Gebäude ein Laden untergebracht, bevor es dann in den 1970er-Jahren zum Tearoom und Restaurant umgebaut wurde. Ständiger Pächterwechsel führte zur Schliessung, und mit dem Tagesheim Sonnehuus scheint sich eine ideale Lösung anzubahnen.

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