Baugesuch

Neue Hotelpläne für Balsthal: Die Badmintonhalle soll dafür umgenutzt werden

Die Inhaber der fitneXX Balsthal AG wollen die Badmintonhalle beim Sportplatzareal Moos zu einem Hotel umnutzen. Insgesamt 14 Zimmer und 2 Seminarräume soll es haben und das Freizeitangebot im Thal ergänzen. Die Pläne für das Projekt liegen derzeit bei der Gemeinde auf.

Wird Balsthal bald ein neues Hotel erhalten? Die Inhaber und Geschäftsführer der fitneXX Balsthal AG, Heinz Büttler und Roberto Borghi, wollen es versuchen. Die beiden Unternehmer haben ein Baugesuch für ein neues Projekt eingereicht, das derzeit bei der Gemeinde aufliegt: Laut den Plänen soll die Badmintonhalle beim Sportplatzareal Moos in ein Hotel umgenutzt werden.

Halle erhält zwei Stockwerke mit Zimmern

Bei einer Besichtigung der Anlage zeigt Heinz Büttler, was ihm und seinem Geschäftspartner vorschwebt. 14 Hotelzimmer und zwei Seminarräume sollen vorerst in der Halle Platz finden, wo momentan vier Badmintonfelder stehen. Kapazität habe es sogar für 8 Hotelzimmer mehr.

Dafür werde die Halle in zwei Stockwerke unterteil, die mit einer Treppe in der Mitte des Gebäudes verbunden werden. Eine neue Fensterreihe im zweiten Stock soll das Hotel mit natürlichem Licht durchfluten. Im Erdgeschoss ist für die Gäste zusätzlich ein Waschraum sowie ein Veloraum geplant. Die Réception sei im jetzigen Eingangsbereich vorgesehen. Die bestehende WC Anlage soll dem Hotel auch in Zukunft erhalten bleiben. Das heutige Badmintonangebot werde in einer anderen Form weitergeführt, versichert Büttler.

Der Grund für den gewünschten Umbau sei daher auch nicht das Badmintonangebot, wie er fortfährt. Die Vermietung laufe eigentlich sehr gut. Es sei vielmehr der Anreiz, neue Leute ins Thal zu locken, der den beiden Geschäftsführern die Idee für das Projekt brachte. «Wir wollen die Synergien nutzen, die wir in der Region haben», sagt Büttler. Damit meint er einerseits die bestehende Infrastruktur auf dem Areal, wie die Tennisplätze oder das Restaurant mit den Bowlingbahnen.

Andererseits gehört für ihn das Freizeitangebot im Naturpark Thal auch dazu: Die Idee sei es, den Gästen ein umfassendes Freizeit- und Ausflugspaket bieten zu können. Auch Seminartourismus sei denkbar. «Wir wollen mit dem Hotel auch Gäste ausserhalb des Thal hierhin locken», sagt er. Das Hotel verstehe er daher als eine Ergänzung zum bestehenden Angebot.

Noch stehen einige Hürden vor dem Projekt

Hotellerie-Erfahrung hat jedoch keiner der beiden Inhaber. Sie sind aber seit 31 Jahren erfolgreich in der Gesundheits- und Fitnessbranche tätig. «Was uns an Hotelleriewissen fehlt, machen wir mit unserer Erfahrung in Dienstleistungen wett», scherzt Büttler. Planlos sind sie aber nicht: Zukünftiges Hotelleriepersonal sei derzeit in Ausbildung und werde die Geschäftsleitung in Zukunft unterstützen.

Bis es aber so weit ist, muss das Hotel noch einige Hürden überwinden: Die erste ist die Baubewilligung. Bis am 15. Oktober können die Einwohner von Balsthal Einsprachen gegen das Projekt einreichen. «Wird das Projekt bewilligt, dann müssen wir die Finanzierung organisieren», sagt Büttler. Etwa 2,5 Millionen Franken werde der Umbau kosten. Die Realisierung des Projektes sei daher noch nicht absolut sicher. Wenn aber alles klappt, hoffen Büttler und Borghi 2022 mit dem Umbau zu beginnen.

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