Welschenrohr
Neue Firmen beleben ein Gebäude an der Hauptstrasse

Sechs Jahre stand das Gebäude der Firma Zbinden an der Hauptstrasse in Welschenrohr grossen Teil leer, nun kehrte wieder Leben ein. Die Besichtigung der Betriebe stand beim diesjährigen Gewerbe-Apéro auf dem Programm.

Walter Schmid
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Stellen LED-Beleuchtungen her: Bruno Müller mit Ehefrau Marie-Therese (Mitte) und Corinne Lanz.

Stellen LED-Beleuchtungen her: Bruno Müller mit Ehefrau Marie-Therese (Mitte) und Corinne Lanz.

Walter Schmid

Die beiden Firmen, die Seifen Manufacture und die LED-tech GmbH, belegen das Erdgeschoss des grossen Gebäudekomplexes und stellen Beleuchtungssysteme und Seifenprodukte her).

Weitere Räume stehen zur Vermietung zur Verfügung.

Nun lud der Gemeinderat die Behördenmitglieder und die Welschenrohrer Gewerbetreibenden zur Besichtigung der beiden Betriebe ein. Der Einladung folgten rund 50 Personen, welche in Gruppen aufgeteilt auch dem Uhrenmuseum einen Besuch abstatteten.

Anschliessend erfolgte im Rahmen eines Apéros im Gasthof Hirschen ein reger Gedankenaustausch statt, eine ideale Gelegenheit, sich kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.

LED–Technik und Seifenprodukte

Vor dreieinhalb Jahren richtete die Firma LED-tech GmbH ihr Atelier ein. «Seit 15 Jahren gibt es diese Technologie. Die LED-Leuchtkörper bringen 30 Prozent mehr Licht bei der Hälfte des Stromverbrauches», erklärte Bruno Müller, der Inhaber des Betriebes.

Seine Firma bietet Lösungen für spezielle Beleuchtungen wie unter Wasser, im Innen- und Aussenbereich, in Parkanlagen, Sportanlagen, Werkhallen und Verkaufsräumen.

Interessant wäre auch die Umrüstung der Strassenbeleuchtung.

LED wird sich durchsetzen, davon ist Müller überzeugt, nachdem die Politik die Glühbirne verboten hat.

Das Firmenschild «Seifen Manufacture» ziert das Fabrikgebäude der ehemaligen Firma Zbinden an der Hauptstrasse. Die Familie Waelchli betreibt unter diesem Namen drei verschiedene Betriebe, die alle den Grundstoff Seife verarbeiten.

Sie befassen sich mit Forschung und Entwicklung biologischer Produkte auf Seifenbasis. «Sie sollen die herkömmlichen und umweltbelastenden Produkte aus Erdöl ersetzen», erklärte Firmenleiter Hans Ulrich Waelchli. Die BCP (Bio Chemie Power) Schweiz stellt Lösungsmittel auf Seifenbasis her.

Diese sind biologisch abbaubar, nicht brennbar, nicht korrosiv, nicht giftig, also für den Menschen unbedenklich. Die Dextro Schweiz stellt Seifen in verschiedensten Formen her, hautschonend und ohne gefährliche und synthetische Zusatzstoffe.

Im Programm sind Schimmelbekämpfungsmittel, Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Entkalker und Scheibenreiniger. «Aus Seife entstehen auch Kosmetika mit Rohstoffen wie Büffelmilch, Honig, Schwefelwasse.

So entstehen in der BBCos (Beauty Bio Cosmetic) Schweiz hochwertige Produkte wie Cremen, Bäder, Shampoos, Salben», berichtete die Tochter Philomene Waelchli.

Werbung für das Uhrenmuseum

René Allemann, Präsident des Trägervereins, und Andreas Flury, Museumsleiter, nutzten die Gelegenheit, Behörden und Gewerblern das Uhrenmuseum in der neuen Form näher zu bringen. Der Zeitpunkt war gut gewählt, steht doch an der Budget-Gemeindeversammlung die Erneuerung des Gemeindebeitrages an.

Andreas Flury führte durch die Ausstellung und zeigte einige ausgewählte Exemplare der reichhaltigen Sammlung, so das «Welschenrohrer Zyt» aus dem Jahre 1745. René Allemann berichtete über die Entwicklung des Museums und der Erweiterung mit dem «Beatrice Bastos-Allemann-Saal».

Dank einer grosszügigen Spende konnte dieser Saal eingerichtet werden, womit Platz für Präsentationen und Workshops an den acht Arbeitsplätzen geschaffen wurde.