Oensingen
Neue Coop-Filiale im Mühlefeldcenter schliesst eine Lücke

Die Coop-Verkaufsstelle im Oensinger Sunnehof ist geschlossen. Seit Donnerstag ist die neue Filiale im Mühlefeldcenter offen. Sie schliesst eine Lücke an der Nord-Süd-Achse entlang des Sternenwegs.

Alois Winiger
Drucken
Teilen
Der markante Neubau mit dem Coop schliesst die Lücke zwischen Mühlefeldcenter 1 und 2 (r.). Offen ist, wie der vorgelagerte Sternenplatz gestaltet wird.

Der markante Neubau mit dem Coop schliesst die Lücke zwischen Mühlefeldcenter 1 und 2 (r.). Offen ist, wie der vorgelagerte Sternenplatz gestaltet wird.

Bruno Kissling

Wenn am Donnerstag die neue Coop-Verkaufsstelle am Sternenweg Mitte bzw. im Mühlefeldcenter 2 die Türen geöffnet hat, so ist das weit mehr als nur eine Geschäftseröffnung. Denn nun beginnt sich das gesamte markante Gebäude, in dem Coop das Parterre belegt, mit Leben zu füllen.

Und damit ist auch die Lücke an der Nord-Süd-Achse entlang des Sternenwegs beziehungsweise zwischen den Mühlefeldcentern 1 und 2 geschlossen worden. Dass jetzt der Niveauunterschied von etwa 1,2 Metern zwischen den Centern kaum mehr auffällt, ist ein schöner Nebeneffekt.

Umzug nach 4 Jahren

Im Mai 2001 war es, als Coop in Oensingen drei kleine Läden schloss und mitten im Dorf, im Sunnehof, wenige Meter nördlich des heutigen Standorts, ein Center eröffnete. Mit dem Wachstum der Gemeinde wuchs auch das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten. Praktisch alle grossen Marken sind in Oensingen vertreten, der Raum Mühlefeld entwickelte sich zum Einkaufszentrum.

Nun hat sich Coop im Mühlefeldcenter 2 neu und verstärkt positioniert. «Die Investition von 2,9 Mio. Franken für die neue Verkaufsstelle zeigt, wie wichtig für Coop der Standort Oensingen ist», erklärte Peter Schmid, Leiter Coop Verkaufsregion Bern, an der Eröffnungsfeier, an der eine grosse Gästeschar zugegen war.

Bojana Cirovic (stellvertretende Geschäftsführerin Coop Oensingen) und Sandra Jeggli (Geschäftsführerin Coop Oensingen)

Bojana Cirovic (stellvertretende Geschäftsführerin Coop Oensingen) und Sandra Jeggli (Geschäftsführerin Coop Oensingen)

zvg

«Nähe belebt das Geschäft»

Coop ist am neuen Standort noch näher an die Mitbewerber in der Branche heran gerückt. Ein Schritt, der bewusst gemacht worden ist: «Diese Nähe belebt das Geschäft», meinte Schmid. Beim Ausbau der Verkaufsstelle wurde grosser Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Dazu gehören nicht nur der Minergiestandard, sondern auch der Einbau von geschlossenen Kühlern in den Selbstbedienungszonen. «Damit macht Coop einen weiteren Schritt in Richtung CO2-Neutralität.»

Coop habe mit der neuen Verkaufsstelle «eine klare, weitherum hörbare Aussage zugunsten des urbanen Regionalzentrums Oensingen geschaffen», sagte Gemeindepräsident Markus Flury. Er bezeichnete Coop als «eigentliche Mitbegründer des Zentrums», das zusammen mit Sunnehof, Roggenpark und Mühlefeld entstanden ist.

Realisiert wurde der Bau durch die Ducksch-Anliker Architekten AG, Langenthal/Zürich, und der Fiba Real Estate, Basel, als Investorin. Diese hat das fertige Haus an eine Anlagestiftung der UBS verkauft. Das Parterre wird von Coop belegt, eine Etage ist für Büroflächen reserviert, das restliche Volumen für Wohnungen, vor allem für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte. Ein grosser Teil ist bereits vermietet.

Und der Sternenplatz?

Offen ist, wie die Fläche bzw. der Sternenplatz vor den Centern gestaltet werden soll. Der Gemeinderat hatte der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2014 diesbezüglich ein Kreditbegehren von 550 000 Franken gestellt. Doch die Versammlung trat gar nicht auf das Geschäft ein. Das sei zu viel Geld für etwas, von dem man noch nichts Genaues wisse. Nun wird das Geschäft erneut vorbereitet. Bis dahin wird die Bevölkerung mit einem Provisorium vorliebnehmen müssen.

Aktuelle Nachrichten