Welschenrohr

Neu im Amt: Gemeindepräsidentin muss sich an den neuen Arbeitsrhythmus gewöhnen

Die Gemeindepräsidentin Theres Brunner hat jetzt eine weitere Sicht auf die Arbeit in der Gemeinde.

Die Gemeindepräsidentin Theres Brunner hat jetzt eine weitere Sicht auf die Arbeit in der Gemeinde.

Theres Brunner ist seit kurzer Zeit ist sie im Amt als Präsidentin der Gemeinde Welschenrohr. Nun ist sie neuen Aufgaben und Herausforderungen gestellt.

Theres Brunner ist seit gut einem Monat als Gemeindepräsidentin in Welschenrohr im Amt. Obwohl sie die Verwaltungsarbeit auf der Gemeinde gut kennt – sie war bereits vor neun Jahren als Gemeindeverwalterin tätig und hat Erfahrungen als Kirchgemeindepräsidentin und als Gemeinderätin –, sei dies doch jetzt ein Amt, in das sie sich noch eingewöhnen muss, gesteht sie. «Es ist eine andere Sicht auf die Gemeindegeschäfte, die sich mir jetzt bietet. Daneben geht es jetzt auch noch darum, einen guten Wochenrhythmus zwischen der Arbeit im Gemeindepräsidium und mit der Tätigkeit als Betriebsleiterin im Kloster Mariastein zu finden», sagt sie.

Doch Brunner ist zuversichtlich. Schön findet sie in ihrem neuen Amt, dass man – trotz vieler Vorgaben aus dem Kanton – doch noch etwas gestalten und bewirken kann. «Man spürt auch den Puls der Leute, ist nah dran, und es wird einem ein grosses Vertrauen entgegengebracht.» Zusammen mit ihrem eingespielten Gemeinderat wolle sie das Dorf weiterbringen. Bis jetzt haben zwei Gemeinderatssitzungen unter ihrer Leitung stattgefunden, die wie gewohnt verliefen.

«Man kann viel dabei lernen – auch über sich»

In einem Dorf wie Welschenrohr sei es gut, mit Erfahrung das Gemeindepräsidium zu führen, meint sie. «Für einen Neueinsteiger wäre es sicher schwerer, sich einzuarbeiten.» Sie spricht damit die lange Suche an nach einer Nachfolgelösung für ihren Vorgänger Stefan Schneider. Sie habe es sich also gut überlegt, dieses Amt anzutreten. Theres Brunner findet es schade, dass es heute schwierig ist, Leute für die Mitarbeit in Gemeinderat oder Kommissionen zu finden. «Dabei lernt man bei dieser Arbeit sehr viel. Über die Politik, über Gesetze, über sich selbst und seine Mitmenschen.» Klar sei man auch der Kritik ausgesetzt; es gebe halt auch unpopuläre Entscheide, die getroffen werden müssen. Doch müsse man sich an die Gesetze halten.

Die Welschenrohrer Gemeindeverwaltung wird nun also von einer reinen Frauentruppe geführt, was aber zu keinen Diskussionen Anlass gebe. «Wir sind mit unserer Gemeindeschreiberin Beatrice Fink, der Verwalterin Daniela Altermatt und der Verwaltungsangestellten Daniela Iseli ein eingespieltes Team. Wäre das nicht so, wäre es schwierig, das Gemeindepräsidium im Nebenamt auszuüben», sagt sie.

Die grösste Herausforderung, vor welcher das Dorf derzeit steht, ist die Vorarbeit zur Gemeindefusion mit Gänsbrunnen. «Wir haben im Rat eine Arbeitsgruppe gegründet, die Untergruppen, bestehend aus Vertretern beider Gemeinden, zu den verschiedenen Themen wie Finanzen, Werke oder Reglemente, leitet. Präsident dieser Arbeitsgruppe ist der ehemalige Gemeindepräsident Stefan Schneider, der sich mit der Materie gut auskennt.

Fränzi Zwahlen-Saner

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