Härkingen
«Nero» ist das schönste Freiberger-Fohlen

Die Pferdezuchtgenossenschaft Falkenstein ging in der Reithalle Härkingen der Frage nach, welches das schönste Fohlen ist. «Nero» hat gewonnen.

Karin Rohrer
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«Nero» gewinnt die Fohlenschau.

«Nero» gewinnt die Fohlenschau.

Karin Rohrer

Im schön zurechtgemachten Vorführring in der Reithalle Härkingen stellten sich gesamthaft elf Fohlen dem Rasserichter des Freiberger Zuchtverbandes und liessen sich für Typ, Bau und Gänge Noten geben. Vier davon sahen die interessierten Zuschauer im Rappel erneut wieder.

Die Pferdezuchtgenossenschaft Falkenstein zeichnete sich verantwortlich für diese Schau, welche quasi den Auftakt für die zweite Schau, vier Tage später in Ramiswil, bildete. Acht Fohlen von Genossenschaftspferden waren auf der Abrufliste aufgeführt. Die drei auswärtigen Fohlen standen alle im Besitz von Verena Schweizer aus Oftringen, welche vier Generationen mit nach Härkingen brachte, eine überaus lange Zuchtgeschichte.

Am meisten Nachkommen am Start hatte eindeutig der Freiberger Zuchthengst «Don Flamingo», denn gleich sechs Fohlen stammen vom Beschäler im Besitz der Familie Braun aus Rothrist. Drei Fohlen haben «Hiro» auf ihrem Abstammungspapier stehen, eines «Hornet» und eines «Nilsen». Wie der kleine Strahlemann «Nero», ein Hengstfohlen von Hansjörg Robert aus Egerkingen, welcher vor einem Jahr dessen Vollbruder vorführte und den Rappel anführte. Diese Anpaarung scheint sich also sehr zu bewähren.

Kapriolen im Reithallen-Sand

So sollte es für Hansjörg Robert auch diesen August ausgehen, nämlich mit dem Sieg im Rappel und zwar mit ausgezeichneten Exterieur-Noten. Mit seinen Gangqualitäten hielt das hübsche Hengstfohlen zuerst jedoch hinter dem Berg und galoppierte frisch fröhlich durch die ganze Halle, sprang mehrmals über die Stangen am Boden, um dann doch noch einen schwungvollen Trab zu zeigen.

Marlis Plüss-Holliger aus Gunzgen durfte sich zu Recht darüber freuen, dass ihre beiden Fohlen im Rappel waren. «Celestine» mit der auffälligen, breiten Blesse im zweiten Rang und die helle Fuchsstute «Mirabelle» mit Geburtsmonat Februar das jüngste Fohlen der Schau im vierten Rang. Dazwischen hatte sich «Hirana» auf den dritten Rang platziert, ein viermal weiss gestiefeltes Stutfohlen mit einem wunderbar ausdrucksvollen Auge.

Hugo Piller, Pierre Koller und Hansruedi Enz hatten die Aufgabe, die Fohlen zu benoten, was sie engagiert in Angriff nahmen. Auch wenn dazu gehört, einen Züchter über einen Gebäudefehler eines Fohlens oder kleinere Mankos im Typ aufzuklären. So weiss der Pferdebesitzer immer den Grund für eine tiefere Teilnote in der Fohlenbewertung, als er vielleicht erwartet hätte.