«Natur im Siedlungsraum», heisst das Projekt, mit welchem der Naturpark in den Thaler Dörfern Brachflächen ökologisch aufwerten will. «Das Ziel ist die Förderung der Biodiversität und eine Aufwertung des Ortsbilds», schreibt der Naturpark Thal. Eine naturnahe Umgebung habe zudem auch einen positiven Einfluss auf die Lebens- und Wohnqualität.

In der Gemeinde Laupersdorf startet im Jahr 2019 ein erstes Pilotprojekt «Natur im Siedlungsraum». Ab 2020 soll das Projekt im ganzen Bezirk Thal durchgeführt werden. Wie der Naturpark Thal mitteilt, richtet es sich an sämtliche Eigentümer von Freiflächen: an Gemeinden, Unternehmen und private Garteneigentümer.

«Verlust der Biodiversität nicht gestoppt»

«Die natürliche Vielfalt in der Schweiz hat seit 1900 deutlich abgenommen», so der Naturpark Thal in der Botschaft weiter. Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten seien bedroht. Mit dem Rückgang der Artenvielfalt sei auch genetische Vielfalt verloren gegangen. «Bisher konnte der Verlust der Biodiversität nicht gestoppt werden.»

Auch im Siedlungsgebiet habe die Artenvielfalt abgenommen. Blumenwiesen, Hecken und Rabatten seien vielerorts leblosen Steingärten gewichen. In den Dörfern und Städten ortet der Naturpark viel Potenzial. Eigentümer hätten es in der Hand, etwas für die Biodiversität zu tun.(otr/mgt)