Thal
Naturpark Thal schafft Lebensräume für Amphibien

Der Naturpark ist einer der Verbreitungsschwerpunkte der Geburtshelferkröte im Kanton Solothurn. Für die Umsetzung eines Förderprojekts hat der Regierungsrat einen Beitrag zugesprochen.

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Bei den Glögglifröschen sind es die Männchen, welche die Eier tragen und später im Weiher absetzen.

Bei den Glögglifröschen sind es die Männchen, welche die Eier tragen und später im Weiher absetzen.

Stefan Dummermuth

Die Geburtshelferkröte, auch Glögglifrösch genannt, steht auf der Liste der bedrohten Tierarten in der Schweiz. Der Bestand nimmt sehr schnell ab, vor allem weil die Lebensräume verschwinden. Dem will der Naturpark entgegenwirken, wie in seinem Infoblatt steht. In diesem Herbst wird ein Projekt gestartet, mit dem im Thal sieben bis zehn Weiher entweder neu geschaffen oder bestehende aufgewertet werden.

Aktuell sind zum Beispiel ein Weiher im Lobisei Balsthal und einer im Steffensrain Laupersdorf. Beim Rüttiweiher, ebenfalls in Laupersdorf, ist auf Boden von Pro Natura der Bau von drei zusammenhängenden Weihern geplant. «Das erlaubt uns, dieses Areal grosszügig für die Amphibien einzurichten», erklärt Peter Geissbühler, Amphibienbeauftragter für den Kanton Solothurn bei der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (Karch).

Geissbühler und der Naturfotograf Stefan Dummermuth haben in der Lobisei einige Amphibienarten gesichtet, darunter eben die Geburtshelferkröte. Von einer Umsiedlung rät Geissbühler dringend ab, denn «bei solchen Gewaltakten sterben die Tiere meistens». Aufgrund von Erfahrungen weiss er, dass sich die Natur selber erholt und die Geburtshelferkröte sich wieder dort ansiedelt, wo sie einmal war.

Der Grund für die Unterstützung

Zum Projekt gehören auch die Sicherung des Unterhalts aller Objekte und die Sensibilisierung der Bevölkerung. Für 2018 ist eine Erfolgskontrolle vorgesehen. Natürlich kostet dieses Projekt Geld, veranschlagt sind total 327 000 Franken. Seitens des Naturparks ist man sich bewusst, dass es Leute gibt, welche diese Investition für unnötig halten.

Doch es geht ja nicht nur um die Geburtshelferkröte allein, sondern um das Wiederherstellen von natürlichem Lebensraum für Amphibien, was einen Mehrwert für die Thaler Natur bedeutet. Der Regierungsrat sieht dies ebenso und hat daher einen Beitrag von 50 000 Franken aus dem Lotteriefonds zugesichert. (rrb/wak)