Herbetswil
Naturpark soll anstelle von Lebensmitteln vermehrt Aktivitäten propagieren

Die Vermarkungshilfe von Thaler Lebensmitteln durch den Naturpark kommt nicht bei allen Herbetswiler Gemeinderäten gut an, zumal Auswärtige oft mehr darüber wüssten, als die Thaler selbst. Abhilfe könnte etwa mit einer Bike-Strecke geschaffen werden.

Gabriela Huber
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Mitglieder des Gemeinderats von Herbetswil würden es begrüssen, wenn im Naturpark Thal vermehrt für Aktivitäten geworben würde. azr

Mitglieder des Gemeinderats von Herbetswil würden es begrüssen, wenn im Naturpark Thal vermehrt für Aktivitäten geworben würde. azr

Walter Schwager

Der Naturpark Thal möchte vermehrt auf die Wünsche und Bedürfnisse der Thaler Bevölkerung eingehen, weshalb der neue Präsident Bruno Born und der Leiter des Naturparks Richard Bolli sämtliche Gemeinderat der angeschlossenen Gemeinden besuchen.

Den Verantwortlichen des Naturparks macht seit längerem zu schaffen, dass der Naturpark und seine Aktivitäten ausserhalb der Region teilweise bekannter und besser akzeptiert sind als von den Thalern selbst.

Von den Behörden möchte der Geschäftsleiter deshalb Anregungen aufnehmen, was der Naturpark besser machen kann. Im Anschluss soll insbesondere die Organisation des Naturparks der breiten Bevölkerung besser erklärt und intensiver über die Aktivitäten berichtet werden.

Erwartungen geäussert

Die Gemeinderäte bestätigen, dass die Mitarbeiter des Naturparks mit vielen interessanten Projekten auch über die Region hinaus wertvolle Arbeit leisten. In Herbetswil erwartet der Gemeinderat Massnahmen bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen, beim Wohnmarketing und der Förderung eines ausgewogenen, landschaftlich verträglichen Tourismus.

Die momentan recht intensive Vermarktungshilfe für Thaler Lebensmittel sehen allerdings nicht alle Ratsmitglieder positiv. Um der einheimischen Bevölkerung den Naturpark und dessen Aktivitäten wirklich spürbar näher zu bringen, würden andere Gemeinderäte zum Beispiel lieber eine markierte Bike-Strecke, einen Vita-Parcours oder einen Naturpfad initialisieren.

In den nächsten zwei Jahren läuft nun die Bedürfnisabklärung in den Trägergemeinden, um für die Betriebsperiode 2016 bis 2019 zu planen und herauszuarbeiten, ob der Naturpark Thal danach auslaufen oder ob eine Weiterführung beantragt werden soll.

Auch Sozialregion ist auf Infotour

Der Präsident der Sozialregion Thal-Gäu Kurt Bloch und der Geschäftsführer Charly Pichler sind während der nächsten Monate ebenfalls zu Informationszwecken unterwegs. Mit rund 32 000 Einwohnern aus 17 Gemeinden ist die Region Thal-Gäu die grösste Sozialregion des Kantons.

Gemeinderat Martin Iseli ist als Ressortleiter Soziales die ideale Gemeindevertretung im Zweckverband als Delegierter und der angegliederten Kommission. Charly Pichler betont die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit mit den Gemeinden.

Im Sozialdienst bearbeiteten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im vergangenen Jahr 716 Dossiers mit rund 1500 Fällen. Mit der neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) erwuchsen der Sozialregion weitere Aufgaben.

So waren gemäss Charly Pichler letztes Jahr bereits 306 Abklärungsaufträge für die KESB zu erledigen. Der Geschäftsführer habe die Strukturen sehr gut organisieren und festigen können, sodass auch diese Mehrarbeit gut habe bewältigt werden können, führte Kurt Bloch dazu aus.

Zentralen Standort im Visier

Die zwei Standorte erschweren und verteuern gemäss Charly Pichler die Abläufe der Organisation erheblich. Ausserdem sei man sowohl in Härkingen wie auch in Balsthal an räumliche Grenzen gestossen.

Der Gemeinderat Herbetswil sieht den Vorteil einer Zentralisierung der beiden Standorte der Sozialregion und des KESB in einem Gebäude. Dieser Standort müsste aber unbedingt zentral gelegen und von Klienten mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar sein.