Egerkingen
Nachtragskredit zur Wasserleitung warf Fragen auf

Die Gemeindeversammlung Egerkingen stimmte über die Genehmigung zweier Nachtragskredite ab und genehmigte den Vertrag der Neuen Bevölkerungsschutzregion Thal-Gäu.

Gülpinar Günes
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Die Bauarbeiten an der Wasserleitung wurden teurer als geplant. (Themenbild).

Die Bauarbeiten an der Wasserleitung wurden teurer als geplant. (Themenbild).

Walter Schwager

Mit einem Ertragsüberschuss von 212’806 Franken schliesst Egerkingen die Jahresrechnung 2018 ab. Dies teilte Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi der Gemeindeversammlung am Montagabend mit. Somit kann die Gemeinde rund 83'551 Franken mehr als budgetiert dem Eigenkapital zuführen. Die Mehreinnahmen seien auf das Bevölkerungswachstum und die dadurch gestiegenen Steuereinnahmen zurückzuführen. Von Interesse waren an der Versammlung jedoch vor allem die gebundenen und ordentlichen Nachtragskredite, die zur Genehmigung auf der Traktandenliste standen.

Der Nachtragskredit in der Höhe von 178'310 Franken für gesetzliche wirtschaftliche Hilfe sei auf tiefere Entschädigungen aus der IV und den Ergänzungsleistungen zurückzuführen und wurde einstimmig genehmigt. Des Weiteren stimmten die anwesenden 19 Stimmberechtigten über einen Nachtragskredit in der Höhe von 70'844 Franken ab. Im Dezember 2013 seien für den Ersatz einer Wasserleitung 125'000 Franken die Gemeindeversammlung gesprochen worden. Wegen unvorhergesehenen Belagsarbeiten seien die Kosten allerdings gestiegen. Auch dieser Antrag wurde einstimmig genehmigt, jedoch nicht ohne Kommentar: Eine Stimmbürgerin beschwerte sich darüber, dass in den Unterlagen, die den Einwohnern vorlagen, keine Erklärung zu den Hintergründen der Mehrkosten zu finden seien. Bartholdi nahm die Kritik dankend entgegen.

Anschliessend erläuterte Benjamin Rogger, Ressortverantwortlicher Finanzen, die wesentlichsten Eckpunkte der Jahresrechnung 2018. Beispielsweise seien Mehrkosten bei der öffentlichen Sicherheit entstanden. Grund dafür seien unter anderem überdurchschnittlich viele und lang Feuerwehreinsätze gewesen, wie Rogger mitteilte. Auch der Beitrag an die Sozialregion habe das Budget um 180'000 Franken überstiegen. Minderaufwendungen gab es vor allem in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Bildung und Verkehr.

Bevölkerungsschutzregion

Im letzten wichtigen Traktandum entschied die Gemeindeversammlung über den Vertrag zur Fusion der Bevölkerungsschutzregionen Thal und Gäu ab. Vorab erklärte Jolanda Bartholdi die wichtigsten Eckpunkte des Vertrages: Sie hob hervor, dass Balsthal als Leitgemeinde bestimmt wurde und die Gemeinde gemeinsam mit Oensingen jeweils einen Vertreter in die Bevölkerungsschutzkommission wählen dürfen. Der Region Thal stehen drei und dem Gäu vier Vertreter zur Verfügung.

Gewählt dürften lediglich Gemeindepräsidenten oder Vizepräsidenten, teitle Bartholdi den Stimmbürgern mit. Die Aufgaben der Kommission seien die strategische Ausrichtung des Bevölkerungsschutzes in den Vertragsgemeinden sowie die Oberaufsicht über den Bevölkerungs- und Zivilschutz in jenen Gemeinden. Die Gemeinde stimmte dem Vertrag zu und schliesst sich damit der Entscheidung von Härkingen, Niederbuchsiten, Fulenbach, Neuendorf und Wolfwil an.