«Auf dem Areal ‹Im Bad› in Dulliken entstehen 21 Eigentumswohnungen à 3½, 4½, 5½ und 6½ Zimmer, verteilt auf drei Häuser, wovon deren zwei zusammengebaut werden. Sie weisen ein Erdgeschoss, zwei Obergeschosse und ein Dachgeschoss auf sowie eine Autoeinstellhalle für 42 Personenwagen plus zwölf Aussenabstellplätze.

Der Innenbereich der Wohnungen gilt als hell und behindertengerecht; Balkon, Gartensitzplatz (Wohnungen im Erdgeschoss) und/oder Terrasse (Etagenwohnungen) werden ebenfalls angeboten.

Die Heizungsanlage enthält eine Niedertemperatur-Fussbodenheizung, die Heizungssysteme laufen via Sole-Wasser-Wärmepumpe. Als weitere wichtige Vorzüge genannt wurden die direkte Zugänglichkeit der Wohnhäuser via Tiefgarage (sie verfügen über je eine Liftanlage) und die separate Ausstattung der Keller mit Hobbyräumen (auf Wunsch).

Dies sind nur einige der Vorzüge, die die Überbauung ‹Im Bad› aufweisen sollen», schrieb diese Zeitung nach dem Spatenstich vom 7. November 2011.

Die Spielregeln geändert

Inzwischen sind über zwei Jahre ins Land gezogen, und es war in der Vergangenheit verschiedentlich aufgefallen, dass die Baustelle still stand. Was war der Grund? «Gebaut werden konnte bis November 2012. Aber mit der ersten Bauunternehmung gab es Probleme, weil sie die Spielregeln änderte», erklärt Viktor Sauter, Verwaltungsratsmitglied der IIB Immobilien AG, Zürich, der Grundeigentümerin und Bauherrin, auf Anfrage.

Entgegen den vertraglichen Bestimmungen, wonach die Zahlung des Werkpreises erst nach Fertigstellung des Werkes zur Zahlung fällig gewesen wäre, habe die Bauunternehmung dann plötzlich vom Generalunternehmer verlangt, dass diese Arbeiten nach Arbeitsfortschritt bezahlt werden. Der entsprechende Druck habe seitens der Bauunternehmung ab etwa November 2012 stetig zugenommen.

Letztendlich habe die Bauunternehmung ihre Arbeiten ganz eingestellt. Im Januar 2013 schliesslich kam es zum Eklat, als die Bauunternehmung begann, Werkzeuge und Maschinen abzuziehen. «Bis alles geklärt ist, wollten wir die Sache nicht aufbauschen», erläutert Sauter das bisherige Stillschweigen. Die Bauunternehmung habe inzwischen auch eingesehen, dass sie Fehler gemacht habe.

Bauunternehmung ausgetauscht

Inzwischen seien aber die Konsequenzen gezogen und ein anderes Bauunternehmen mit der Fortführung und Fertigstellung der Arbeiten beauftragt worden; diese wurden Mitte Januar wieder aufgenommen. Die Häuser sollten nun bis Weihnachten 2014 fertiggestellt und die Wohnungen bezugsbereit sein.

Beim zusammengebauten Haus hingegen hätten sich die Backsteine mit Wasser vollgesogen und «müssten rückgebaut werden, damit wir den Käufern eine einwandfreie Qualität bieten können», stellt Sauter fest. Die Kellerräume und die Tiefgarage seien bereits für die erste Etappe fertig. Sonst seien keine weiteren Schäden zu verzeichnen. «Es hängt alles davon ab, wie schnell wir die Backsteine entfernen lassen können. Erst dann lassen sich endgültig Rückschlüsse ziehen, bis wann dieses Teilobjekt bezugsbereit sein kann», so Sauter.

Auch hier wird aber mit der Fertigstellung bis Ende Jahr gerechnet, «wenn es keine wetterbedingten Verzögerungen gibt». Am eingangs beschriebenen Überbauungskonzept gäbe es im Übrigen ebenfalls keine Änderungen.

«Niemand hat Geld verloren»

Bleiben noch die finanziellen Aspekte zu klären: Den finanziellen Schaden durch die Verzögerungen schätzt das Verwaltungsratsmitglied der IIB Immobilien AG «auf rund 800 000 Franken». Wer sie letzten Endes trägt, müssen die Anwälte, respektive die Gerichte noch klären.

Und wie sieht es mit den bereits getätigten Reservationszahlungen aus? «Je nach Wohnung mussten zwischen 10 000 Franken und 20 000 Franken angezahlt werden. Diese Gelder befinden sich auf einem Sperrkonto; es hat niemand Geld verloren, wie dies in der Vergangenheit fälschlicherweise behauptet worden ist», hält Sauter dezidiert fest.

Stand heute seien sieben der 21 Wohnungen verkauft, für eine ganze Anzahl weiterer gäbe es auch schon Interessenten, merkt Sauter an. Vertrieben werden die Objekte übrigens unverändert durch die Firmen Fährhof Immobilien, Aarau sowie durch die Rolf Hunziker & Partner, Suhr.