Der schlechte Zustand des Bank-/Postplatzes war lange Zeit Dauerthema im Gemeinderat. Beim Bau des Bank-/Postgebäudes wurde der Platz damals vollständig mit roten Porphyrsteinen gepflästert und entlang der Hauptstrasse und des Förstlenweges mit grossen Betonschalen entwässert. Frostschäden, Postauto- und übriger Verkehr liessen die Rinnen brechen und die Natursteine abplatzen, sodass für Fussgänger gefährliche Risse und Löcher entstanden. Der Investitionskredit von 80 000 Franken wurde bereits im Dezember 2014 von der Budgetgemeindeversammlung genehmigt.

Für Variante mit 10 Parkplätzen

Im Zusammenhang mit der Sanierung wurde auch über die auf dem Platz befindliche Bushaltestelle gesprochen. Da die Verlagerung Richtung Ramiswil zur landwirtschaftlichen Genossenschaft und Richtung Balsthal zum Trottoirbereich vor der Papeterie nicht umsetzbar ist, sollen die Postautos weiterhin vor dem Gebäude zufahren können. Nachdem die Wasserleitung im Förstlenweg innert kurzer Zeit mehrere Male geborsten war, wurde entschieden, die Leitung in den Platz zu verlegen.

Die vom Ingenieurbüro BFS, Balsthal, ausgearbeiteten vier Varianten sahen 7 bis 11 Parkplätze vor, wobei die südlich stehenden Bäume entfernt und der Brunnen nach Norden versetzt worden wären. Der Rat einigte sich auf die Variante 4a mit 10 Parkplätzen und dem Verbleib des Brunnens im südlichen Teil. Die Anordnung der Parkplätze erfolgt gezahnt, und gemäss einstimmigem Ratsbeschluss wird neu eine blaue Zone eingerichtet. «Dadurch können wir das Dauerparkieren in Zukunft unterbinden», erklärte Gemeindepräsident Kurt Bloch.

Ein weiterer, gefährlicher Punkt stellt der Fussgängerstreifen über die Hauptstrasse dar. Da dieser gleich bei der Arkade des Bankgebäudes beginnt, ist die Übersicht Richtung Ramiswil stark eingeschränkt. Das Kreisbauamt II schlug deshalb eine Verengung der Spur Richtung Balsthal vor und eine kleine «Insel» nach den Arkaden, damit die Fussgänger auch von Ramiswil her besser gesehen werden. Die Kosten für diese Massnahme sowie für den Ersatz der Wasserrinnen werden vom Kanton übernommen.

Die Sanierungskosten fallen nun etwas geringer aus. Zusätzlich musste der Rat aber 44 000 Franken für die Verlegung und den Ersatz der Wasserleitung beschliessen. «Die Baumeisterarbeiten sollten bis Ende August abgeschlossen sein», so Bloch. Wenn auch noch die Installationsarbeiten der Signale und Beleuchtung sowie die Parkplatzzeichnung abgeschlossen sind, wird der Platz wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Verrechnung Spitex-Wegkosten

Da die meisten Gemeinden einem hohen Spardruck unterworfen sind, hat sich der Verband der Solothurner Einwohnergemeinden auch mit der Spitex befasst. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die Wegkosten. Das Amt für soziale Sicherheit prüfte alle Aspekte zu diesem Thema und erarbeitete im Mai ein entsprechendes Merkblatt. Daraus geht hervor, dass von den 9.50 Franken Wegpauschale, die heute von den meisten Gemeinden als gemeinwirtschaftliche Leistung übernommen werden, 6 Franken pro Tag auf die Patienten abgewälzt werden können. Deshalb beschloss die Thaler Gemeindepräsidentenkonferenz, dass künftig die Wegkosten an die Patienten weiterverrechnet werden sollen, und gab dieses Vorgehen als Antrag in die Räte.

«Angesichts der Gemeindefinanzen bleibt uns nichts anderes übrig, als diesem Antrag zuzustimmen», meinte Bloch. Natürlich sei dies auch ein ethischer Entscheid und könne zu Härtefällen führen, aber immerhin kann die Gemeinde gemäss Berechnungsbasis 2014 jährlich rund 40 000 Franken einsparen. Der Rat folgte dem Antrag einstimmig.