Mümliswil
Nach getaner Arbeit gibts die Wurst

Auch die Primarschule Mümliswil beteiligt sich wieder am Tag der Natur. Die Kinder verbrachten die Zeit je nach Alter an verschiedenen Arbeitsplätzen. Am Schluss gabs für alle etwas zu Essen.

Josef Tschan-Studer
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Nach getaner Arbeit herrscht Andrang bei der Feuerstelle.

Nach getaner Arbeit herrscht Andrang bei der Feuerstelle.

Josef Tschan-Studer

Erste Nebelschwaden verirrten sich ins Dorf hinunter, als sich der Kätzlimattplatz in Mümliswil nach und nach mit Schulkindern, Lehrern, Eltern und Naturschützern füllte. Traditionsgemäss vor dem Bettag luden die Werk- und Umweltschutzkommission, der Natur- und Vogelschutz sowie Forst Thal zum Tag der Natur ein.

Interessante Postenarbeit

Nach der Begrüssung durch Gemeindepräsident Kurt Bloch machten sich die Kinder klassenweise, zusammen mit ihren Begleitpersonen zu Fuss auf den Weg zu ihren Arbeitsplätzen. Die Organisatoren hatten sich einiges einfallen lassen. Beim Schützenhaus war ein Sinnesparcours eingerichtet worden. Die Kinder der 1. und 2. Klassen mussten barfuss über allerlei Naturmaterialien schreiten und herausfinden, was sich da gerade unter ihren Füssen befand.

Es brauchte schon ein bisschen Mut und Selbstvertrauen, denn den Kindern wurden zusätzlich die Augen verbunden. Ein weiterer Posten beim Schützenhaus wurde durch die Jäger der Reviere 35 und 36 betrieben. Andreas Ackermann zeigte mit seiner Hündin Aischa diverse Gehorsamkeitsübungen und die anspruchsvolle Arbeit eines Schweisshundes. Daniel Haefeli und Wolfgang Lisibach erklärten anhand von Präparaten die Wildtiere und ihren Lebensraum.

Auf dem «Kluserplätz» und beim «Fuchsrank» galt es die Waldränder von Buschwerk zu befreien. Revierförster Kilian Bader erklärte anhand der vorhandenen Früchte, Blätter und Zweige, um welche Pflanzen es sich dabei handelte. Schnell wurde klar, welche Kinder sich ab und zu in der Natur aufhalten oder nur auf dem Sofa rumlümmeln.

Die ältesten Kinder standen in der Limmern beim Naturschutzgebiet «Fröscheweiher» im Einsatz. Hier galt es, Schilf, Pestwurz und Gestrüpp zu entfernen. «Wir sind froh, dass wir nach zwei Jahren wieder von der Schule unterstützt werden», sagte Obmann Kurt Walter.

Thaler Znüni als Dank

Einen kreativen Posten bestritten die Kinder der 3. und 4 Klassen. Beim Forstwerkhof galt es zuerst, die unterschiedlichsten Materialien zu sammeln, um daraus ein Insektenhotel zu bauen. Die Holzrahmen waren schon vorgefertigt und mithilfe von Eltern und Lehrpersonen entstanden innert kurzer Zeit über 30 neue Zuhause für Wildbienen, Marienkäfer und Co.

Als Dank für die geleistete Arbeit wurde allen Teilnehmern ein Znüni mit Thaler Most, Äpfeln, Wurst und Brot offeriert. Und bald breitete sich im Wald eine herrliche Mischung aus dem Duft von grillierten Cervelats und fröhlichen Kinderstimmen aus.